Logistikmarktstudie Schweiz 2011

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Bereits zum vierten Mal hat der Lehrstuhl für Logistikmanagement den Schweizer Logistikmarkt vermessen und weiter aktualisiert. Die Ergebnisse Studie wurden zu Jahresbeginn im Logistikmarktkatalog 2011 publiziert. Das umfangreiche Werk wurde um weitere Kapitel ergänzt. Neu sind in der 4. Auflage eine kapazitätsorientierte Betrachtung der Luftfracht und Binnenschifffahrt und eine branchenspezifische ,,Center of Gravity“-Analyse zu finden.Laut der Studie erwirtschafte die Schweizer Logistik ein wertbezogenes Gesamtvolumen von 34,5 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr (Basisjahr 2008) ist das wertmässige Marktvolumen um knapp 3,4 Prozent resp. 1,2 Milliarden Franken zurückgegangen. Auch der ausgelagerte Logistikanteil reduzierte sich um 4 Prozent auf neu 19,1 Milliarden Franken. Durch den krisenbedingten Umsatzrückgang hat sich auch die Anzahl der Mitarbeiter um 3’050 auf neu 165’850 Personen reduziert. Somit sind knapp 4 Prozent aller Schweizer Arbeitskräfte in der Logistikbranche tätig.Vom gesamten Logistikmarktvolumen werden 42,8 Prozent durch die Stückgutlogistik erbracht. 15,6 Prozent entfallen auf die Komplettladungslogistik, 11,7 Prozent auf Tank- und Silodienste, 10,2 Prozent auf Post- und Briefdienste, 9,2 Prozent auf die KEP-Dienste, 7,1 Prozent auf die Massengutlogistik und 3,3 Prozent auf die Schwergutlogistik. Die Querschnittsmärkte Terminaldienst und Warehousing weisen ein Volumen von knapp 4 Prozent und die Kontraktlogistik 15.5 Prozent auf. Der mit Abstand wichtigste Logistikteilmarkt ist die Stückgutlogistik, sie deckt mit 43 Prozent den Logistikgesamtmarkt ab.Bedingt durch die Wirtschaftskrise verringerte sich der Schweizer Export im Jahr 2009 um 12,6 Prozent und erreichte mit 180,3 Milliarden Franken das Jahresniveau von 2006. Der eigentliche Tiefpunkt wurde in der 2. Jahreshälfte erreicht. Ähnlich sieht es bei den Importen aus.

Hier wurde gar ein Rückgang von 14,3 Prozent auf 160,1 Milliarden Franken verzeichnet.

Im 3. Quartal entwickelten sich die Importwert besonders negativ. Erst gegen Ende des 4. Quartals wechselten die Werte in den einstelligen Minusbreich. Der im Bemessungsjahr krisenbedingte Rückgang der transportintensiven Im- und Exporte führte zu einem Abbau der Transportkapazitäten. Bezogen auf den Schienengüterverkehr verringerte sich die transportierte Menge um 4,5 Millionen Tonnen und auf der Strasse wurden gegenüberdem Vorjahr 1 Million Tonnen weniger Güter transportiert. Insgesamt rollten auf der Schweizer Nord-Süd-Achse 5,5 Millionen Tonnen weniger Güter.