ALGERIEN

Algerien Transporte und Spedition Dienstleistungen

Algerien

Hauptstadt
Algier

Einwohnerzahl
40.2 Mio.

Landessprache/n
Arabisch und Tamazight (Sprache der Berber)

Währung
Algerischer Dinar (DZD)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 175,1 Mia

BIP pro Einwohner
USD 4345

Schweizer Exporte
CHF 361,51 Mio

Schweizer Importe
CHF 3,42 Mio

 

Vertragliche Regelungen

Präferenzabkommen EU-Algerien PAN-EURO-MED
Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft seit 01.01.2009.
Mitglied der Arabischen Liga.
Anwendung des Carnet A.T.A.
Vertragspartei des TIR-Übereinkommens (z.Zt. nicht möglich).

 

Geschäftssprachen

Arabisch, Französisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Währung

Landeswährung: Algerischer Dinar (DA) = 100 Centimes (Ct).
ISO-Code: DZD

 

Zolltarif

Harmonisiertes System. Verzollung nach dem Transaktionswert.

 

Importkontrolle

Ein Importverbot besteht für Gefahrgüter und gebrauchte Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge. Für einige Waren bestehen Konformitätsbestimmungen. Die Konformität kann im Ausfuhrland über ein Zertifikat durch eine akkreditierte Prüffirma nachgewiesen werden. Einfuhrbeschränkungen bestehen u.a. für Medizinprodukte, Chemikalien, Nahrungsmittel, Messinstrumente, Telekommunikationsendgeräte.
Umsatzsteuerregelsatz: 17%

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Der Devisentransfer unterliegt der Kontrolle der Banque d‘Algerie. Import- und Exportverträge müssen bei der überweisenden Bank in Algerien hinterlegt werden. Rechtspolitischer Hintergrund ist der, dass keine Devisen ohne Gegenleistung aus dem Land strömen sollen.

Mit dem Finanzgesetz 2014 hat die algerische Regierung die Akkreditivpflicht für Importe aufgehoben, die zum direkten Weiterverkauf bestimmt sind. Nunmehr können auch reine Handelsunternehmen ihre Einfuhrwaren per Dokumenteninkasso bezahlen, was bislang nur produzierenden algerischen Unternehmen bewilligt wurde.

Für Angebote arabische Sprache verwenden.

 

Markierung/Etikettierung

Ettiketierungsvorschriften sind für alle Waren streng; das Etikett muss Teil der Verpackung und gut sichtbar und darf nicht ablösbar sein.

Angaben: Nettogewicht, Exporteur, Hersteller,

Verpacker, Einführer, Gebrauchshinweise, Zutaten,

Verfallstag, Lager- und Haltbarkeitsbedingungen.

Arabische Sprache.

 

Ursprungsangaben und Verpackung

Wenn Warenbezeichnungen oder Verpackung den Anschein erwecken, dass sie nicht aus dem Ursprungsland stammen, ist Markierung mit „Importé de………“ oder „Made in ………… “ vorgeschrieben, falls zutreffend. Die folgenden Waren verlangen eine Kennzeichnung des Ursprungslandes:

Wein, Gemüsekonserven, Fischkonserven, getrocknete Pflaumen, Nüsse und Walnüsse, Honig, Margarine, Milchprodukte Stabiles Verpackungsmaterial verwenden.

 

Warenmuster und -proben

Muster ohne Handelswert sind zollfrei.

Carnet-A.T.A.-Verfahren möglich.

 

Versand- und Begleitpapiere

a) Handelsrechnung 3fach, französisch, mit allen handelsüblichen Angaben, u. a. Lieferungs- und Zahlungsbedingungen, Gewichte usw., muss am Schluss folgende Erklärung mit Unterschrift (Faksimile-Unterschriften werden nicht akzeptiert) tragen: „Nous certifions que les marchandises dénommées dans cette facture sont de fabrication et d’origine de la „………….“  et que les prix indiqués ci-dessus s’accordent avec les prix courants sur le marché d’exportation.“
Beglaubigungen nur erforderlich, wenn vom Importeur vorgeschrieben.

b) UZ (Ursprungszeugnisse) 1-fach erforderlich. Legalisierung nicht erforderlich. Bei …….. Warenursprung  „Land“ oder nur „Union Européenne“.

c) Konnossemente bedürfen keiner Beglaubigung.
Ordner Konnossemente mit notify Adresse zulässig.

d) Als Präferenzursprungsnachweis WVB (Warenverkehrsbescheinigung) EUR. 1/EUR-MED für Sendungen, soweit die Produkte unter das Freihandelsabkommen mit der EU fallen. EUR. 1/EUR-MED für Sendungen bis Warenwert von 6.000,– €. Dabei ist folgende Erklärung abzugeben: „Der Ausführer der Ware, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anders angegeben, preferenzbegünstigte …-Ursprungswaren sind.“ Für Sendungen im Werte über 6.000,– € ist grundsätzlich die Warenverkehrsbescheinigung EUR. 1/EUR-MED erforderlich. Der Exporteur füllt die Formulare aus, die Zollstelle stellt sie aus. „Ermächtigte Ausführer“ können die vorstehend genannte Ursprungserklärung, nach Bewilligung durch das zuständige Hauptzollamt, auf den Handelsdokumenten auch bei Sendungen über 6.000,– € verwenden.

e) Inspektíonszertifikat:
Wird im Land des Exporteurs von einer unabhängigen Stelle (nicht vom Lieferanten) ausgestellt.

f) Konformitätszertifikat (Certificat de Conformité):
Das Handelsministerium in Algerien hat eine Liste von Waren veröffentlicht, die einer Konformit.tsprüfung bei der Einfuhr an den Eingangszollstellen unterliegen. Alternativ soll auch die Möglichkeit einer Konformit.tsprüfung im Exportland durch eine akkreditierte Prüfgesellschaft bestehen.

g) Postpakete bis 20 kg: 2 ZI (Zollinhaltserklärungen) franz/ engl., 1 APK (Auslandspaketkarte) , 3 HR (Handelsrechnungen) franz./ engl.