KAMERUN

Kamerun Transporte und Spedition Dienstleistungen

Cameroon

Hauptstadt
Yaoundé

Einwohnerzahl
22.8 Mio.

Landessprache/n
Französisch und Englisch (Amtssprachen), lokale Sprachen und Dialekte

Währung
Communauté Financière Africaine franc (XAF)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 28.8 Mia.

BIP pro Einwohner
1248 USD

Schweizer Exporte
CHF 14.2 Mio.

Schweizer Importe
CHF 6.14 Mio.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Schweiz und Kamerun haben Abkommen in den Bereichen Handel, Investitionsschutz und technische Zusammenarbeit abgeschlossen. Das Handelspotenzial wird jedoch nicht ausgeschöpft.

 

Vertragliche Regelungen

EU-MAR-Abkommen.

Schweiz Bilaterale Abkommen

Kamerun – EU: In allgemeine autonome Zollpräferenzen einbezogen.

Vertrag über die Förderung von Kapitalanlagen.

Übergangsabkommen zum WPA der EU und Zentralafrika (CAS).

 

Geschäftssprachen

Französisch (Ostkamerun), Englisch (Westkamerun).

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung CFA-Franc (CFA) = 100 Centimes (c).

ISO-Code: XAF

 

Importkontrolle

Weitestgehend wurden Importlizenzen abgeschafft und durch „Open General Licences„ ersetzt. Einfuhrbeschränkungen und besondere Kontrollbestimmungen bestehen u.a. für chemische Substanzen, Nahrungsmittel, Pharmazeutika, bestimmte Tierund Pflanzenarten, Sende- und Empfangsgeräte.

Für gewisse Waren bestehen Importverbote. (u.a. Toilettenartikel, Kosmetika, einige Nahrungsmittel, Chemikalien und giftige Abfälle). Eine Liste der Importverbote ist in der „General Trade Schedule“ (GTS) enthalten. Ein staatliches Handelsmonopol besteht in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit.

Die Waren für Westkamerun können entweder nach den Häfen Victoria oder Tiko, aber auch nach dem Haupthafen Douala (Ostkamerun) verschickt werden.

Umsatzsteuerregelsatz: 17,5%

Alle Einfuhrtransaktionen im Wert über 1 Mio CFA Franc müssen bei einer zugelassenen Bank bzw. Devisenhändler domiliziert werden. Die Zahlungen erfordern eine Deklaration sowie Vorlage ausreichender Dokumentation.

Überweisungen aus CFA-Ländern zeitintensiv, da zunächst Umtausch in € erforderlich.

 

Pre-Shipment-Inspection

Für Importe sind i.d.R. Vorversandkontrollen notwendig. .berprüft werden Qualität und Menge, Preis, Zollwert und Importeignung.

Die im Zusammenhang mit dem WTO-Übereinkommen über Kontrollen vor dem Versand (SR 0.632.20, Anhang 1A.10) erlassene Verordnung vom 17. Mai 1995 über die Durchführung von Ver-sandkontrollen (SR 946.202.8) regelt Zulassung, Durchführung und Überwachung solcher Kontrollen (v.a. Überprüfung der Qualität, der Menge und des Preises) im Auftrag ausländischer Staaten durch spezialisierte Inspektionsgesellschaften in der Schweiz. Diese Gesellschaften benötigen pro Auftrags-land eine Bewilligung des WBF.

Zurzeit verfügen vier Inspektionsgesellschaften über solche Bewilligungen. Es sind dies Bureau Veritas Switzerland AG in Weinigen (Bureau Veritas), Cotecna Inspection SA in Genf (Cotecna), Intertek (Schweiz) AG in Basel (Intertek) und SGS Société Générale de Surveillance SA in Genf (SGS).

link Vorversandkontrollen (PSI)

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Die Akkreditivbasis ist fast ausschließlich üblich.

€-Fakturierung. Preisangebote cif Douala empfohlen.

Angebote nach Ostkamerun in französischer, nach Westkamerun in englischer Sprache abgeben.

Vorauszahlungen sind nur in Höhe 50% des Importwertes gestattet.

 

Ursprungsangaben

Keine besonderen Vorschriften, aber Markierung „Import de……………..“ oder „Made in ………… “ zu empfehlen. Ursprungsangabe auf der HR (Handelsrechnungen) .

 

Markierung / Etikettierung

Übliche Markierungsvorschriften mit dem Zusatz „Importé de ……………“ oder „made in …“ empfehlenswert. Besondere Etikettierungsvorschriften unterliegen u.a. Nahrungsmittel, Pharmazeutika, Tabakwaren. Importeur befragen.

 

Verpackung

Seeverpackung. Keine besonderen Markierungsvorschriften für Kolli. Heu, Stroh u. ä. als Verpackungsmaterial nicht verwenden. Anwendung IPPC-Standard ISPM Nr. 15.

 

Warenmuster und -proben

Zollfrei, wenn ohne Handelswert.

 

Versand- und Begleitpapiere

Übliche, sowie

a) Handelsrechnungen 3-fach, mit allen handelsüblichen Angaben, u. a. Brutto- und Nettogewicht, fob-Wert, cif-Kosten und cif-Wert, genaue Warenbeschreibung, Ursprungsland.

b) Ursprungszeugnis nur auf Anforderung „Suisse“, oder „…………………….. (Union Européenne)“ oder nur „Union Européenne“ bzw. Nur „European Union“.

c) Postpakete und Luftpostpakete bis 20 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 2 ZI (Zollinhaltserklärungen) franz./ engl.

d) Präferenznachweise: EUR.1 (Ausstellung erfolgt durch Zollstelle) Ursprungserklärung auf der Rechnung

– jeder Ausführer bis Wertgrenze 6000,- €

– „Ermächtigte Ausführer“ ohne Wertgrenze

Wortlaut der Ursprungserklärung:

The exporter of the products covered by this document (customs authorization No …) (1) declares that, except where otherwise clearly indicated, these products are of … (2) preferential origin. Wird die Erklärung auf der Rechnung von einem Ermächtigten Ausführer ausgefertigt, so ist die Bewilligungsnummer des Ermächtigten Ausführers unter (1) einzutragen. Wird die Erklärung auf der Rechnung nicht von einem Ermächtigten Ausführer ausgefertigt, so können die Wörter in Klammern weggelassen bzw. der Raum leergelassen werden. (2) Der Ursprung der Erzeugnisse muss angegeben werden. Betrifft die Erklärung auf der Rechnung ganz oder teilweise Erzeugnisse mit Ursprung in Ceuta und Melilla, so bringt der Ausführer deutlich sichtbar die Kurzbezeichnung „CM“ an.