MADAGASKAR

Madagaskar Transporte und Spedition Dienstleistungen

Madagascar

Hauptstadt
Antananarivo

Einwohnerzahl
23.57 Mio.

Landessprache/n
Madagassisch, Französisch

Währung
Ariary (MGA)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 10.7 Mrd.

BIP pro Einwohner
USD 444

Schweizer Exporte
CHF 3.70 Mio..

Schweizer Importe
CHF 21.11 Mio.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Madagaskar

Madagaskar und die Schweiz haben eine lange Tradition der freundschaftlichen bilateralen Beziehungen. Sehr wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Akteuren, insbesondere Nichtregierungsorganisationen. Seit der Unabhängigkeit des Landes 1960 hat die Schweiz verschiedene Entwicklungsprogramme aufgebaut, unter anderem in ländlichen Gebieten. Nach der politischen Krise von 2009 leistete die Schweiz im Rahmen ihrer Erfahrungen und Möglichkeiten einen finanziellen und politischen Beitrag an den Transitionsprozess und die Rückkehr zur verfassungsrechtlichen Ordnung in Madagaskar: Sie unterstützte den Wahlprozess Ende 2013.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Wirtschaftsbeziehungen sind bescheiden, haben aber Entwicklungspotenzial. Mehrere Schweizer Grossunternehmen sind im Land tätig. Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten von Schweizern in Madagaskar konzentrieren sich auf den Tourismusbereich. Der Handelsaustausch betrifft vor allem Produkte wie Gewürze und Rohstoffe, die insbesondere von Biolabel verwendet werden.

Geschäftssprache

Französisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System. Verzollung nach dem Transaktionswert.

 

Währung

Landeswährung 1 Ariary (Ar). ISO-Code: MGA

 

Importkontrolle

Einfuhrlizenzen sind für einige Waren erforderlich.
Gültigkeitsdauer im Allgemeinen 6 Monate. Für die Beantragung der Importlizenz sind unterschriebene Proforma-Rechnungen erforderlich. Dem Ausführer wird empfohlen, sich vor Versendung der Waren zu vergewissern, ob eine Lizenz vorliegt.
Alle Importe ab 10 000 FMG müssen bei einer autorisierten Bank domiziliert werden; die Bank gibt dabei ein Zertifikat aus, das bei der Verzollung vorzulegen ist.
Einfuhrsteuer auf den cif-Wert zwischen 0 und 30%
Umsatzsteuerregelsatz: 20%
Cargo Tracking Note/Bordereau de Suivi des Cargaisons:
Für die Einfuhr ist eine Cargo Tracking Note (CTN)/Bordereau de Suivi des Cargaisons (BSC) notwendig. Diese ist vom Exporteur/Spediteur im Internet unter www.bscmg.sgs.com abzugeben.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Die Akkreditivbasis ist fast ausschließlich üblich; bei Akkreditivbasis ist die vorherige Genehmigung der Zentralbank erforderlich, bei zuverlässigen Importeuren auch Kasse gegen Dokumente (D/P). Angebote mit 8facher Proformarechnung. Fakturierung in €. Für den Importeur besteht Depotpflicht.

 

Ursprungsangaben

auf Waren mit irreführenden Angaben über den Ursprung mit „Importé de………….“ verlangt, falls zutreffend.

 

Markierung / Etikettierung

Handelsübliche Markierung.

 

Verpackung

Seeverpackung. Keine besonderen Markierungsvorschriften für Kolli. Markierung „Importé de…………“ wird empfohlen. Heu und Stroh vermeiden.

 

Warenmuster und -proben

Zollfrei, wenn ohne Handelswert.
Für zollpflichtige Muster von Handelsreisenden vgl. im Allgemeinen Teil den Abschnitt 14 Warenmuster.

 

Versand- und Begleitpapiere

Übliche, sowie

a) HR (Handelsrechnungen) (3-fach), mit allen handelsüblichen Angaben, u. a. fob-Preis, cif-Spesen, cif-Preis, Gewichte, Ursprungsland, 3-fach in französischer Sprache. Am Schluß der Rechnung vom Ausführer zu unterschreibende Erklärung: „Nous certifions que les marchandises dénommées dans cette facture sont de fabrication et d’origine de la République Fédérale d’Allemagne et que les prix indiqués ci-dessus s’accordent avec les prix courants sur le marché d’exportation.“ IHK (Industrie- und Handelskammern) -Beglaubigung nur auf Anforderung des Empfängers. Falls Beglaubigung gefordert, für IHK (Industrie- und Handelskammern) 1 HR (Handelsrechnungen) zusätzlich, in der Praxis wird die Bescheinigung von den Zollbehörden oft nicht gefordert.

b) UZ (Ursprungszeugnisse) i.d.R. nicht erforderlich. Falls doch Ursprungszeugnis 1fach erforderlich. Als Ursprungsland für Waren „Land einfügen + (Union Européenne)“ oder nur „Union Européenne“.

c) Präferenznachweise:
EUR.1 (Ausstellung erfolgt durch Zollstelle)
Ursprungserklärung auf der Rechnung
– jeder Ausführer bis Wertgrenze 6000,- E
– „Ermächtigte Ausführer“ ohne Wertgrenze
Wortlaut der Ursprungserklärung:
The exporter of the products covered by this document (customs authorization No …) (1) declares that, except where otherwise clearly indicated, these products are of … (2) preferential origin. Wird die Erklärung auf der Rechnung von einem Ermächtigten Ausführer ausgefertigt, so ist die Bewilligungsnummer des Ermächtigten Ausführers unter (1) einzutragen. Wird die Erklärung auf der Rechnung nicht von einem Ermächtigten Ausführer ausgefertigt, so können die Wörter in Klammern weggelassen bzw. der Raum leergelassen werden. (2) Der Ursprung der Erzeugnisse muss angegeben werden. Betrifft die Erklärung auf der Rechnung ganz oder teilweise Erzeugnisse mit Ursprung in Ceuta und Melilla, so bringt der Ausführer deutlich sichtbar die Kurzbezeichnung „CM“ an.

d) unbeglaubigte Konnossemente, Angabe einer Notify-Adresse ist erforderlich. Für die Waren sind die Nummern nach dem Harmonisierten System (HS (Harmonisiertes System) ) anzugeben.

e) Postpakete bis 20 kg, 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 ZI (Zollinhaltserklärungen) franz.

f) Carnet-A.T.A.-System möglich.