NIGERIA

Nigeria Transporte und Spedition Dienstleistungen

Nigeria

Hauptstadt
Abuja

Einwohnerzahl
178.5 Mio

Landessprache/n
Englisch (Amtssprache), lokale Sprachen und Dialekte

Währung
Naira (NGN)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 515 Mia.

BIP pro Einwohner
USD 2884

Schweizer Exporte
CHF 240.63 Mio.

Schweizer Importe
 CHF 783.09 Mio.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Nigeria

Nigeria ist eines der wichtigsten Länder für die Schweizer Interessenwahrung in Subsahara-Afrika. Die Beziehungen sind gut und eng. Sie umfassen nicht nur wirtschaftliche Anliegen, sondern auch hochrangige politische Treffen, institutionalisierte Gespräche zu Menschenrechtsfragen und eine Migrationspartnerschaft.

 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Nigeria ist nach Südafrika der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz im südlichen Afrika. Exportiert Nigeria vor allem Rohöl, so führt die Schweiz überwiegend Maschinen, Pharmazeutika und andere Erzeugnisse der chemischen Industrie sowie Textilien nach Nigeria aus. Die Handelsbilanz der Schweiz ist wegen der Ölimporte stark negativ. 60–70 Schweizer Firmen sind in Nigeria ansässig, hauptsächlich im Süden des Landes. Sie haben Direktinvestitionen von etwa 300 Mio. USD getätigt und beschäftigen rund 4000 Personen.
Seit 1980 ist ein Luftverkehrsabkommen in Kraft; 2000 schlossen die Schweiz und Nigeria ein Abkommen zum gegenseitigen Schutz und zur Förderung von Investitionen ab. Zudem wurden seit den 1980er Jahren mehrere Umschuldungsabkommen zu Gunsten Nigerias umgesetzt.
Als erstes Land erstattete die Schweiz insgesamt 700 Mio. USD an Nigeria zurück, die der frühere Diktator Abacha und seine Familie veruntreut hatten. Der Finanzplatz Schweiz hat ein Interesse daran, nicht zu einem Hort für unrechtmässig erworbene Vermögenswerte werden.

 

Vertragliche Regelungen

Nigeria – EU: In allgemeine autonome Zollpräferenzen einbezogen.
Mitglied der Afrikanischen Union.

 

Geschäftssprache

Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung Naira (N) = 100 Kobo (k).
ISO-Code: NGN

 

Importkontrolle

Für bestimmte Waren besteht beim Import ein generelles Einfuhrverbot. Eine aktualisierte vollständige Liste der Produkte kann bei der Kammer eingesehen werden.
Für Pflanzen ist eine Importgenehmigung, ausgestellt vom „Plant Quarantine Service“, und für Pharmazeutika vom „Pharmaceutical Registrar“ erforderlich. Weitere Registrierungspflichten unterliegen u.a. Kosmetika, Medikamente, medizinische Geräte, Pharmazeutika, Elektrowaren. Für die meisten Waren ist ein Produkt- und ein SONCAP-Zertifikat (Konformitätszertifikat) erforderlich. Beantragung bei den zuständigen von der SON (nigerianische Standardisierungsbehörde) benannten Inspektionsgesellschaften.
Alle Banken müssen ihre Transaktionen zu dem Kurs tätigen, der bei den wöchentlichen Devisenauktionen der Zentralbank ermittelt wird. Für Importe ist Bezahlung aus Akkreditiv oder Barzahlung vorgeschrieben.
Um Devisen für Einfuhren zu erhalten, ist ein Antrag auf Form „M“ sechsfach über eine Geschäftsbank einzureichen und der Naira- Gegenwert für den Import zu hinterlegen. Gleichzeitig ist eine Proforma-Rechnung 4-fach erforderlich. Form „M“ ist bei den Prüfgesellschaften, den nigerianischen Botschaften und bei den Banken erhältlich.
Eine Versicherung muss der Importeur bei einer in Nigeria registrierten Versicherung abschließen.
Umsatzsteuerregelsatz: 5%

 

Pre Shipment Inspektion

Importeure der betroffenen Waren haben ein „Certificate of Conformity“ (COC) pro Ursprungsland einer Exportsendung beizubringen, welches nach erfolgter Vorversandkontrolle durch eine akkreditierte Stelle auszustellen ist. Einzelheiten sind bei den mit der Zertifizierung beauftragten Unternehmen zu erfragen. Zurzeit verfügen vier Inspektionsgesellschaften über solche Bewilligungen. Es sind Bureau Veritas Switzerland AG in Weinigen (Bureau Veritas), Cotecna Inspection SA (Cotecna) in Genf, Intertek (Schweiz) AG in Basel (Intertek) und SGS Société Générale de Surveillance SA (SGS) in Genf.
link Inspektionsgesellschaften

 

Destination-Inspection

Aufgrund einer Anweisung des Federal Ministry of Finance ist für alle Waren eine Qualitäts-, Mengenund Preisprüfung sowie Zolltarifierung erforderlich. Dabei wird die Sendung nach Risikoklassen bewertet und entschieden, ob eine Dokumentenprüfung, ein Durchleuchten der Ware oder eine vollständige Inspektion der Sendung durch den Zoll in Nigeria durchgeführt wird. (Rücksprache mit dem Importeur erforderlich).

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Vorauskasse oder unwiderrufliches, bestätigtes Akkreditiv. (Banken! – es kursieren gelegentlich gefälschte Akkreditive.)
Angebote in englischer Sprache. Fakturierung in € c & f.

 

Ursprungsangaben

Waren mit irreführenden Handelsbezeichnungen über den Ursprung müssen Angabe des Ursprungslandes („Made in ………… “) tragen.

 

Markierung / Etikettierung

Markierungen und Etiketten in englischer Sprache.
Besondere Vorschriften gelten für Medikamente, Chemikalien, Nahrungsmittel, Kosmetik, Pharmazeutika.

 

Verpackung

Ursprungsland muss auf den Frachtstücken angegeben sein. Seeverpackung, starke Kisten verwenden. Stroh als Verpackungsmittel ist verboten. Besondere Vorschriften bei Einfuhren in Containern beachten. Spediteur fragen.

 

Warenmuster und -proben

Zollfrei, wenn ohne Handelswert. Für zollpflichtige Muster von Handelsreisenden vgl. im Allgemeinen Teil den Abschnitt 14 Warenmuster.

 

Versand- und Begleitpapiere

Abwicklungsschwierigkeiten können durch Verwendung überholter Formulare oder der Verwendung verschiedener Formulare der gleichen Art („that is not the right form“) für denselben Sachverhalt auftreten. (Empfehlung: vor jedem Versand IHK (Industrie- und Handelskammern) oder nigeriaerfahrene Gewährsleute fragen.) Anschriften deutlich, mit Angabe des genauen Postdistriktes. Seit dem 05.09.09 ist das SONCAP-Zertifikat für den Import bestimmter Waren notwendig, sofern es nicht unter die Zuständigkeit der NAFDAC fallen.

Übliche, sowie für

a) ZF (Zollfakturen) für Verzollung 3-fach (Formblatt C 16/CCVO), engl. Enthalten sind dabei: ein „Certificate of Value“ und ein „Certificate of Origin“. Beide müssen vor einem Zeugen unterschrieben sein, so dass die Faktura insgesamt 4 Unterschriften aufweist (Originalunterschriften), ZF (Zollfakturen) unbeglaubigt. (Wegen weiterer u. a. warenbezogener Beglaubigungen nicht erforderliche Sondervorschriften IHK (Industrie- und Handelskammern) .)

b) HR (Handelsrechnungen) , übliche Angaben, keine Beglaubigung erforderlich.

c) UZ (Ursprungszeugnisse) generell nicht nötig; falls verlangt, Ursprungs „Switzerland“ oder „…………….. (European Union)“ oder nur „European Union“ (IHK (Industrie- und Handelskammern) UZ (Ursprungszeugnisse) ).

d) WVB (Warenverkehrsbescheinigung) EUR 1 bzw. UE nicht nötig.

e) Konnossemente unbeglaubigt; Order-Konnossemente mit Notify-Adresse möglich Hinweis: kein Schiff das älter als 15 Jahre ist darf einen nigerianischen Hafen anlaufen!

f) Packliste: vom Lieferanten unterschriebene mit Warenbeschreibung, Spezifikationen und verwendeten Standards, dem Ursprungsland, Herstellungsdatum und falls vorhanden Batch/Lot Nummer ist stets beizufügen.

g) Manufactures Certificate of Production: Dieses Zertifikat ist mit Angabe der verwendeten Standards grundsätzlich nötig. Wo es nicht zutreffend ist, sollte ein Phytosanitär-Zertifikat oder ein Chemisches Analysenzertifikat zur Verfügung gestellt werden.

f) Postpakete bis 20 kg 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 Zl engl., frz.