SUDAN

Sudan Transporte und Spedition Dienstleistungen

Sudan

Hauptstadt
Khartum

Einwohnerzahl
38.8 Mio

Landessprache/n
Arabisch (offiziell), Englisch und Stammessprachen

Währung
Sudanesisches Pfund (SDG)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 76.2 Mrd..

BIP pro Einwohner
USD 1983

Schweizer Exporte
CHF 78.72 Mio.

Schweizer Importe
CHF 3.07 Mio.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Sudan

Die Schweiz spielte beim Abschluss des Waffenstillstandsabkommens, das 2002 zwischen der sudanesischen Regierung und der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung SPLM abgeschlossen wurde, eine aktive Rolle. Obwohl der Sudan über wirtschaftliches Potenzial verfügt, ist der Handel zwischen den beiden Ländern gering. Die Humanitäre Hilfe der Schweiz engagiert sich zwar im Sudan, der Staat ist aber kein Schwerpunktland der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA.Der Sudan, einst grösster Staat Afrikas, wurde am 9. Juli 2011 in zwei Länder aufgeteilt, nachdem die Bevölkerung des Südens sich für die Unabhängigkeit ausgesprochen hatte.

 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern ist bescheiden. Der Handel zwischen der Schweiz und dem Sudan begann in den 50er-Jahren. Die Schweiz importierte Baumwolle und Erdnüsse und exportierte Chemieprodukte, Maschinen und Uhren.

Am 24. Oktober 2002 unterzeichneten die beiden Länder ein Abkommen über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen, das ein Abkommen aus dem Jahr 1974 ergänzt.

Der Sudan verfügt über riesige Wasserreserven und grosse landwirtschaftliche Flächen sowie bedeutende Bodenschätze (z.B. Öl und Gold). Gegen den Sudan wurden verschiedene internationale und nationale Sanktionen erlassen (USA, EU, UNO). Die Schweiz wendet aufgrund ihrer internationalen Verpflichtungen die UNO-Sanktionen an.

 

Geschäftssprachen

Arabisch, Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung Sudanesisches Pfund = 100 Piaster.

ISO-Code: SDG

 

Importkontrolle

Restriktive Maßnahmen gegen den Sudan, z. B. das Einfrieren von Geldern, Durchreiseverbote, Waffenembargo etc. Einfuhrlizenzen sind nur für wenige Warengruppen erforderlich, die vom Zoll kontrolliert werden.

Einfuhrlizenz erteilt Ministry of International Trade, Co-operative and Supply, Es wird darauf hingewiesen, dass für Blanko-Firmenbriefbögen und Blanko-Proformarechnungen ein Einfuhrverbot besteht, das insbesondere einreisende Geschäftsleute zu beachten haben. Gültigkeit der Lizenzen 3 Monate.

Vor Vertragsabschluß sollte sich der Ausführer vergewissern, ob Importeur die Importlizenz besitzt, die von der „Bank of Sudan“ bestätigt sein muss. Nr. und Verfalldatum ist nach Möglichkeit auf der Handelsrechnung einzutragen.

Die Waren müssen direkt aus dem Ursprungsland importiert werden. Drittlandswaren können nur eingeführt werden, wenn dies die Importlizenz ausdrücklich genehmigt. Generelle Einfuhrverbote bestehen u.a. für Waren aus Israel, Alkohol, Drogen, Waffen, Munition, Blanko-Firmenbögen. Devisen für private Importe werden von einem Bankenausschuss zugeteilt, wobei lebenswichtige Importe vorrangig behandelt werden.

Akkreditiv-Eröffnungen zugunsten ausländischer Lieferanten müssen von der Bank von Sudan genehmigt sein. Genehmigung wird nur dann erteilt, wenn der Importeur eine Importlizenz nachweist und die Bank über die notwendigen Devisen verfügt.

Umsatzsteuerregelsatz: 10%

 

Pre-Shipment-Inspection

Importeure der betroffenen Waren haben ein „Certificate of Conformity“ (COC) pro Ursprungsland einer Exportsendung beizubringen, welches nach erfolgter Vorversandkontrolle durch eine akkreditierte Stelle auszustellen ist. Einzelheiten sind bei den mit der Zertifizierung beauftragten Unternehmen zu erfragen. Zurzeit verfügen vier Inspektionsgesellschaften über solche Bewilligungen. Es sind Bureau Veritas Switzerland AG in Weinigen (Bureau Veritas), Cotecna Inspection SA (Cotecna) in Genf, Intertek (Schweiz) AG in Basel (Intertek) und SGS Société Générale de Surveillance SA (SGS) in Genf.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Unwiderrufliches bestätigtes Akkreditiv empfohlen.

Angebote c&f Port Sudan oder Khartoum Airport mit 5 Proforma-HR (Handelsrechnungen) . Möglichst mindestens drei Monate gültig. Englische Sprache.

Fakturierung in US $ oder £ Sterling, auch €.

 

Ursprungsangaben

Wenn Waren mit „Made in ………… “ versehen, zusätzliche

Kennzeichnung in arabischer Schrift empfehlenswert.

 

Markierung / Etikettierung

handelsübliche Markierung. Bei mehreren Packstücken eine klare Nummerierung erforderlich, die mit den Frachtpapieren übereinstimmen muss. Besondere Etikettierungsvorschriften unterliegen z. B. Nahrungsmittel, Medikamente, Zigaretten.

 

Verpackung

Seeverpackung. Kisten sorgfältig signieren, vor allem Angaben über „oben“ oder „unten“ und „do not tilt“.

 

Warenmuster und -proben

Muster ohne Handelswert werden zollfrei zugelassen.

Verzollbare Waren, die von Reisenden als Muster oder Proben persönlich mitgeführt oder in anderer Weise eingeführt werden, bleiben abgabenfrei, wenn sie innerhalb von 6 Monaten nach der Einfuhr in unverändertem Zustand wieder ausgeführt werden.

Sie sind bei der Einreise anzumelden.

 

Versand- und Begleitpapiere

a) 3 Handelsrechnungen mit allen üblichen Angaben wie Nummer, Unterschrift und Verfalldatum der Importlizenz, die zur Einfuhr der Waren durch den sudanesischen Importeur berechtigt. Allen handelsüblichen Angaben, u. a. fob-Wert und cif- Kosten im einzelnen, Importlizenznummer, Angabe des Ursprungslandes (……………..), keine Beglaubigungen notwendig. Am Schluß ist vom Ausführer folgende Erklärung abzugeben: „I hereby certify that the particulars in this invoice are true to the best of my knowledge and belief.“

b) Ursprungszeugnisse (2-fach) erforderlich. Ursprungsland: „Switzerland“ oder „Land einfügen + (European Union)“ oder nur „European Union

c) Für Postpakete bis 20 kg. 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 Zl engl./frz./arabisch