TUNESIEN

Tunesien Transporte und Spedition Dienstleistungen

 


Tunisia

Hauptstadt
Tunis

Einwohnerzahl
11.18 Mio

Landessprache/n
arabisch, französisch

Währung
Tunesischer Dinar (TND)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 44.3 Mrd

BIP pro Einwohner
USD 3985

Schweizer Exporte
CHF 192.60 Mio

Schweizer Importe
CHF 142,29 Mio

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Tunesien

Die Beziehungen der beiden Länder haben sich seit dem Umsturz in Tunesien 2011 intensiviert. Das Land ist ein Partner des Schweizer Nordafrikaprogramms 2011–2016. Im Rahmen dieser Nordafrikastrategie unterstützt die Schweiz den demokratischen Transitionsprozess Tunesiens.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Schweiz gehört zu den wichtigsten ausländischen Investoren in Tunesien. Schweizer Unternehmen sind im tunesischen Textil-, Bekleidungs- und Nahrungsmittelsektor tätig. 2011, nach dem Umsturz in Tunesien, entstand eine tunesisch-schweizerische Handelskammer.

Geschäftssprachen

Arabisch, Französisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung Tunesischer Dinar (tD) = 1000

Francs tunisiens (F.) oder = 1000 Millimes (M.).

ISO-Code: TND

 

Importkontrolle

Restriktive Maßnahmen (seit dem 31.01.2011): Finanzsanktionen gegen bestimmte Personen und Organisationen. Bei der Einfuhr ist zu unterscheiden zwischen genehmigungsfreien und genehmigungspflichtigen Waren. Die genehmigungspflichtigen Einfuhren gliedern sich in liberalisierte und kontingentierte Waren. Für liberalisierte Waren wird ein Einfuhrzertifikat (certificat d’importation) benötigt, das 6 Monate gültig ist.

Innerhalb dieser Frist muss die Ware auf direktem Wege nach Tunesien versandt werden. Für kontingentierte Waren ist eine Einfuhrlizenz (licence d’importation) bzw. eine Einfuhrgenehmigung (autorisation d’importation) notwendig.

Für die Erlangung einer Importlizenz ist eine Proforma- Rechnung, (4-fach) mit Ursprungsangabe erforderlich, die von der zuständigen IHK (Industrie- und Handelskammern) bescheinigt sein muss. Die Importlizenzen haben im Allgemeinen eine Laufzeit von 6 Monaten. Die Verzollung der Waren muss spätestens 14 Tage nach Verfall der Einfuhrlizenz erfolgt sein.

Mehrwertsteuer 18%

Certificat de Conformité:

In einigen Fällen wird das Zertifikat vom Ausführer verlangt den Europäischen oder Internationalen Normen entsprechen. Bescheinigungen sind nur erforderlich, wenn sie vom Importeur vorgeschrieben werden.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Akkreditiv-Basis. Im Verkehr mit solventen Importeuren Kasse gegen Dokumente (D/P). €-Fakturierung, meist fob- oder cif-Basis. Schriftwechsel in franz. oder arabischer Sprache.

Versicherung ab Warenwert von 3000 TND mit einem in Tunesien zugelassenen Versicherungsunternehmen

abzuschließen.

 

Ursprungsangaben

Waren, die selbst oder durch Verpackung, Handelsmarken, Namen, Zeichen usw. den Anschein erwecken können, als seien sie ein französisches Erzeugnis, müssen gleichzeitig den deutlichen Zusatz tragen „Importé de ………….“.

Markierung / Etikettierung

Für gewisse Waren bestehen Sonderbestimmungen, auch hinsichtlich der Etikettierung (Auskunft bei IHK (Industrie- und Handelskammern).

 

Verpackung

Seeverpackung. Heu und Stroh nicht verwenden.

 

Warenmuster und -proben

Zollfrei, wenn ohne Handelswert.

Carnet A.T.A. für Ausstellungs- und Messegut und

Berufsausrüstung möglich.

 

Versand- und Begleitpapiere

a) 5 Handelsrechnungen in franz. Sprache mit allen handelsüblichen Angaben, u. a. Brutto- und Nettogewicht, Lieferbedingungen etc., ohne Beglaubigung, Handelsrechnungen mit folgender rechtsverbindlicher Erklärung versehen und unterschreiben: „Nous certifions que les marchandises dénommées dans cette facture sont de fabrication et d’origine de …………………… et que les prix indiqués ci-dessus s’accordent avec les prix courants sur le marché d’exportation.“ Beglaubigung durch die IHK (Industrie- und Handelskammern) nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert.

b) Ursprungszeugnisse normalerweise nicht verlangt. Wenn vom Importeur gefordert, dann Beglaubigung durch IHK (Industrie- und Handelskammern) und Konsulat. Ursprung „Suisse“ oder  „………………….. (Union Européenne)“ oder nur „Union Européenne“ angeben.

c) Für Postpakete bis 31,5 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 Zl frz.

d) unbeglaubigte Konnossemente. Order-Connossemente mit Notify-Adresse möglich.

e) WVB (Warenverkehrsbescheinigung) EUR. 1, 1fach bzw. Präferenzursprungsnachweis für Erzeugnisse, die unter das EU-Mittelmeer- Abkommen (Tunesien) fallen bei Sendungen über 6.000,- €. Die Ausfüllung erfolgt vom Ausführer, die Zollstelle stellt aus. Erklärung: Der Unterzeichner, Ausführer/Exporteur der in diesem Papier beschriebenen Waren erklärt, dass diese Waren, falls nichts anderes angegeben ist, die Voraussetzungen erfüllen, um die Ursprungseigenschaft im Präferenzverkehr mit Tunesien zu erlangen und dass diese Waren Ursprungswaren der Schweiz oder Europäischen Union sind. Ort und Datum, Unterschrift des Ausführers und Name des Unterzeichners in Druckschrift. Ursprungserzeugnisse aus Ceuta und Melilla sind deutlich mit der Kurzbezeichnung „CM“ zu kennzeichnen.

f) EUR-MED

g) Packliste: Gibt die Rechnung keine genaue Übersicht über die in den einzelnen Packstücken enthaltenen Waren, ist eine Packliste beizufügen, die die einzelnen Packstücke übersichtlich mit Art, Marke, Nummer und Inhalt aufführt.