KANADA

Kanada Transporte und Spedition Dienstleistungen

Canada

Hauptstadt
Ottawa

Einwohnerzahl
34.83 Mio.

Landessprache/n
Englisch, Französisch

Währung
Kanadischer Dollar (CAD)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 1’794 Mrd.

BIP pro Einwohner
USD 50’577

Schweizer Exporte
CHF 3328 Mio.

Schweizer Importe
CHF 669 Mio.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Kanada

Kanada ist beim bilateralen Handel und bei den Direktinvestitionen der zweitwichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz auf dem amerikanischen Kontinent. In multilateralen Gremien haben die beiden Länder öfter übereinstimmende Positionen, so dass beide Seiten von dieser Zusammenarbeit profitieren. Als Mitglied der G8 und der G20 spielt Kanada eine wichtige Rolle in Fragen, die für die Schweiz von Interesse sind, insbesondere in internationalen Finanz- und Steuerfragen.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweiz und Kanada haben gemeinsame Interessen und Werte und verfügen beide über föderalistische Strukturen und eine mehrsprachige Bevölkerung. Sie haben beide eine offene und marktorientierte Wirtschaft, die den Handel und Investitionen fördert. Der intensive wirtschaftliche Austausch wird seit Mitte 2009 durch ein Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der Europäischen Freihandelsassoziation (European Free Trade Association, EFTA) geregelt, bei der die Schweiz Mitglied ist.

Zwischen hochrangigen Vertretern der beiden Aussenministerien finden regelmässige politische Konsultationen statt. Zudem sind beide Länder Mitglied von internationalen Organisationen, in denen sie oft zusammenarbeiten. Dazu gehören die UNO mit ihren Unterorganisationen, der Internationale Währungsfonds (International Monetary Fund, IMF), die Weltbank, die Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO), die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organization for Economic Co-operation and Development, OECD) und die Internationale Organisation der Frankophonie.

 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Kanada ist der zweitwichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz auf dem amerikanischen Kontinent. 2014 importierte die Schweiz Güter im Wert von 669 Millionen CHF (vor allem pharmazeutische Produkte), die Exporte nach Kanada beliefen sich 2014 auf 3328 Millionen CHF. Die Schweiz exportiert hauptsächlich Fahrzeuge, Maschinen, Apparate, Elektronik und Metalle nach Kanada.

Die Schweiz ist die fünfgrösste ausländische Investorin in Kanada mit einem Kapitalbestand von 18,7 Milliarden CHF per Ende 2013. Schweizer Firmen beschäftigten 2013 rund 61’498 Arbeitnehmer.

 

Vertragliche Regelungen

Es besteht ein Freihandelsabkommen zwischen Kanada und den EFTA-Staaten

NAFTA Mitglied.

Anwendung des Carnet A.T.A.

Vertragspartei des TIR-Übereinkommens (z. Zt. nicht anwendbar).

 

Geschäftssprachen

Englisch, Französisch (Insb. Quebec).

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System. Verzollung nach dem Transaktionswert (Basis fob-Wert).

 

Währung

Landeswährung Kanadischer Dollar (kan. $) = 100 Cents (c).

ISO-Code: CAD

 

Importkontrolle

Wie in den USA müssen die Daten des Lademanifestes 24 Stunden vor Beladen im Ausgangshafen an die kanadischen Zollbehörden übermittelt werden. Importe im Grundsatz genehmigungsfrei. Die Regierung kann jedoch nach dem „Export and Import Permits-Act“ bestimmte Waren als einfuhrgenehmigungspflichtig erklären; der Genehmigung unterliegen derzeit etwa 60 Waren bzw. Warengruppen (vgl.: http://www.ebsa-asfc.ge.ca/E/pub/ep/re4044/re 404406e.pdf.).

Die Einfuhr alkoholischer Getränke ist grundsätzlich nur bestimmten Agenten gestattet. Lebensmittel gehören zu den Waren, für die besondere Genehmigungen erforderlich sind. Auskünfte u. a. bei der IHK (Industrie- und Handelskammern) .

Ein generelles Einfuhrverbot besteht für bestimmte Gebrauchtwaren, bestimmte Konsumgüter die eine Gefahr für Gesundheit und Sicherheit darstellen, bestimmte veterinärmedizinische Produkte. Es besteht ein gegenseitiges Abkommen zur Anerkennung der Konformitätsbewertung. Bedeutet, dass Kanada in der EU ausgestellte Zertifikate für die betroffenen Waren anerkennt (u.a. Telekommunikationssendegeräte, Arzneimittel, medizinische Geräte).

Umsatzsteuerregelsatz: 5%

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Zahlungsbedingungen frei vereinbar; bei neuen Kunden Akkreditiv oder Dokumenteninkasso.

Angebote in engl. Sprache, für die Provinz Quebec auch in französisch. Neben metrischen Angaben ggf. amerikanische bzw. engl. Maße vorteilhaft.

Preise in CAD oder USD auch € akzeptiert, cif Ankunftshafen oder fob-Europa.

 

Ursprungsangaben

Die Vorschriften der „Marking of Imported Goods Order’’, P. C. 1963–1775, „Consumer Packaging and Labelling Act“, „Canadian Environmental Protection Act (CEP (Einheitspapier) A)“, „Textile Labelling Act“ sind strikt zu beachten. Es gelten eine Vielzahl an Sonderregeln über die weitere Information bei den IHK (Industrie- und Handelskammern) n eingeholt werden können. Ansonsten keine UZ (Ursprungszeugnisse) erforderlich, Ausnahme: Textilien und Lebensmittel.

Kennzeichnung mit „Made in EU“ ist nicht ausreichend.

 

Markierung / Etikettierung

siehe Erläuterungen unter Punkt „Verpackung“

Die Warenetikettierung muss den Vorschriften des „Consumer Packaging and Labelling Act“ entsprechen.

 

Verpackung

ISPM 15-Standard ist notifiziert. Danach muss eingeführtes Verpackungsmaterial aus Holz, unabhängig vom Ursprungsland, entsprechend der im ISPM festgelegten Kriterien behandelt und gekennzeichnet sein. Kolli deutlich auf Außenseite mit Verschiffungsmarke und Nummern versehen. Durch Zeichen muss jedes Kolli leicht und eindeutig abgrenzbar zu erkennen sein. Die einzelnen Packstücke müssen markiert und numeriert sein in Über einstimmung mit den Handelsrechnungen. (Ausführliche Markierungsbestimmungen beachten, – Spediteur, IHK (Industrie- und Handelskammern) fragen.)

Alle der Kennzeichnungspflicht unterliegenden Waren müssen in Englisch und Französisch gekennzeichnet sein. Bei Lebensmitteln besonders strenge Bestimmungen beachten. Provinz Quebec:

Laut Erlaß der Provinzregierung von Quebec müssen die Texte auf den Verpackungen aller Lebensmittel (Herkunftsland, Gewichtsangaben, Gebrauchsanweisungen usw.), die in die Provinz Quebec importiert und dort verkauft werden, mit französischer und englischer Beschriftung versehen sein. Über weitere Einzelheiten Anweisungen vom Importeur anfordern. Für alle Einfuhrwaren ist zweisprachige

Markierung vorgeschrieben.

 

Warenmuster und -proben

Für Warenmuster gilt dann Abgabenfreiheit, sofern die Abgaben nicht höher als 2CAD sind und die Muster dienen alleinig zur Aquise. Es ist nur ein Exemplar pro Art /Qualität zulässig. Für Waren und Gegenstände zur vorübergehenden Einfuhr siehe Carnet-A.T.A.-Verfahren.

 

Versand- und Begleitpapiere

Auf Begleitpapieren wie Rechnungen, Zollfakturen Ursprungsland bezeichnen. Für Sendungen ab fob kan. $ 2500,–, sind entweder „ZOLLFAKTUREN“ auf dem seit 1995 gültigen Einheitsvordruck „CANADA CUSTOMS INVOICE /FACTURE DES DOUANES CANADIENNES“ (http://www.ebsa-asfc.gc.ca/E/pbglcf/cif/cif-fill-oob.pdf) erforderlich oder auf Firmenbogen aufgemachte HANDELSRECHNUNGEN oder mit dem Computer erstellte HANDELSRECHNUNGEN. Werden anstelle der Vordrucke Handelsrechnungen aufgemacht bzw. erstellt, müssen sie sämtliche in der „ZOLLFAKTURA“ geforderten Angaben enthalten. Desweiteren ist ab einem fob kan. $ 2500,- Wert zusätzlich die 10stellige HS (Harmonisiertes System) -Code-Nr. auf der ersten Seite der Rechnung anzugeben. Es wird empfohlen, in den Fakturen zum Ausdruck zu bringen, ob eine wie auch immer geartete Beziehung zwischen dem Verkäufer und dem Käufer besteht, die in irgendeiner Form den Verkaufspreis für die gelieferte Ware beeinflusst. Wenn eine solche Beziehung nicht besteht, ist deutlich zu erklären: „Transaction between not related parties“. Daneben sind die übliche Begleitpapiere erforderlich:

a) Zollfakturen 4/ 3-fach, unbeglaubigt, mit ausführlichen Angaben (vgl.: http://cbsa-asfc.gc.ca/publications/dm-md/d1/d1-4-1-eng.html).Faksimile-Unterschriften sind zugelassen. Aufmachung der Fakturen bzw. Angaben, die enthalten sein müssen:

  • Name und Adresse des Verkäufers.
  • Datum der direkten Versendung nach Kanada.
  • Andere Referenzen, z. B.: Auftragsnummer des Käufers, Rechnungsnummer, Rechnungsdatum.
  • Name und Adresse des Empfängers („an Order“ ist unzulässig).
  • Käufer (Name und Adresse), wenn nicht identisch mit dem Empfänger.
  • Transitland, durch das die Sendung unter Zollaufsicht nach Kanada geliefert wird.
  • Ursprungsland der Waren. Enthält die Sendung Waren unterschiedlichen Ursprungs, ist der jeweilige Ursprung bei den einzelnen Waren in Spalte 12 anzugeben.
  • Transportangabe: Anzugeben ist die Versendungsart und der Ort der direkten Versendung bzw. Verschiffung nach Kanada.
  • Vereinbarte Verkaufs- und Zahlungsbedingungen (z. B. Verkauf, Konsignationssendung, gemietete Waren usw., Angabe, ob Preise fob, cif, usw., Einzelheiten über Rabatte und andere besondere Vereinbarungen).
  • Für die Bezahlung vereinbarte Währung.
  • Anzahl der Packstücke.
  • Genaue Warenbezeichnung (z. B. Qualität), Art der Packstücke, Zeichen und Nummern. Gebrauchte Waren: ist zusätzlich der Zustand ihrer Beschaffenheit anzugeben, z. B.: gebrauchte Waren, Reste, veraltete Waren. Für Textilien besonders sorgfältige Beschreibung(vgl.:http://www.ebsa-asfc.gc.ca/E/pub/cm/ d10-14-16/ readme.html)
  • Warenmenge (per Einheit).
  • Verkaufspreis per Einheit in vereinbarter Währung.
  • Verkaufspreis der Gesamtwarenmenge
  • Gesamtgewicht der Sendung (Brutto + Netto).
  • Zu zahlender Gesamtwert (Total)
  • Wenn einige der in den Spalten 1–17 gemachten Angaben in einer beigefügten Handelsrechnung enthalten sind, ist der Kasten anzukreuzen und die Nummer der Handelsrechnung anzugeben.
  • Name und Adresse der Person oder Organisation, die die Versendung vornimmt,
  • Name und Adresse der Firma und Name der verantwortlichen Person innerhalb des Unternehmens des Verkäufers, die über den Verkauf bzw. über die Transaktion unterrichtet ist.
  • Wenn vom kanadischen „Department of Revenue Canada, Customs and Excise“ für die in Rechnung gestellten Waren besondere Vorschriften (z. B. hinsichtlich des Wertes oder der Tarifierung) festgelegt worden sind, weil die Waren nicht ohne weiteres unter eine bestimmte Zolltarifnummer des kanadischen Zolltarifs fallen, sind in dieser Spalte anzugeben das Aktenzeichen, das Datum und Einzelheiten des kanadischen Zolltarifentscheides.
  • Sind die Angaben unter 23–25 nicht zutreffend, ist der Kasten anzukreuzen.
  • Sind die nachstehenden Kosten in Spalte 17 eingeschlossen, sind die Beträge anzugeben: (i) Frachtkosten, Kosten und Versicherungskosten vom Ort der direkten Versendung bzw. Verschiffung nach Kanada. (ii) Kosten für die Konstruktion, Errichtung und Montage, die nach der Einfuhr in Kanada anfallen. (iii) Exportverpackung (wenn Sonderverpackung für den Export).
  • Sind die nachstehenden Kosten nicht in Spalte 17 eingeschlossen, sind die Beträge anzugeben: (i) Frachtkosten, Kosten und Versicherungskosten bis zum Ort der direkten Versendung bzw. Verschiffung nach Kanada. (ii) Beträge für Provisionen (ausgenommen Einkaufprovisionen). (iii) Exportverpackung (wenn Sonderverpackung für den Export).
  • Der Kasten ist anzukreuzen, wenn zutreffend: (i) Lizenzgebühren oder spätere Erlösesind vom Käufer bezahlt oder werden zahlbar. (ii) Der Käufer hat Waren geliefert oder Dienste geleistet bei der Herstellung dieser Waren. Konsignationswaren: Bei Konsignationswaren ist in der Spalte 1 (Vendor) hinzuzufügen: „no vendor“, ebenso in der Spalte 5 (Purchaser): „no purchaser“. In den Spalten 14 und 15 (Selling Price) ist jeweils hinzuzufügen: „no sale“.

b) UZ (Ursprungszeugnisse) nicht erforderlich.

c) Konnossemente unbeglaubigt; Order-Konnossemente mit Notify-Adresse möglich.

d) Postpakete bis 20 kg: für Land-, Seeweg- und Luftpostpakete incl. SAL-Pakete. 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 ZI (Zollinhaltserklärungen) engl./frz. 4 ZF (Zollfakturen) gemäß a) direkt an Empfänger, sonst 1 HR (Handelsrechnungen) .

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