KOLUMBIEN

Kolumbien Transporte und Spedition Dienstleistungen

Colombia

Hauptstadt
Bogotá

Einwohnerzahl
47.1 Mio.

Landessprache/n
Spanisch

Währung
Kolumbischer Peso (COP)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 388.4 Mrd.

BIP pro Einwohner
USD 8238 (est.)

Schweizer Exporte
CHF 408.3 Mio.

Schweizer Importe
CHF 206 Mio.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Schweiz und Kolumbien haben Abkommen in den Bereichen Investitionsschutz, Freihandel, Doppelbesteuerung, Rechtshilfe, Luftverkehr, wissenschaftliche Zusammenarbeit und Kulturgüterschutz.

Kolumbien ist der vierttwichtigste Handelspartner der Schweiz in Lateinamerika. Das Potential der kolumbianischen Wirtschaft und des Freihandelsabkommens EFTA-Kolumbien, das am 1.7.2011 in Kraft getreten ist, führen zu intensiveren Wirtschaftsbeziehungen.

2011 importierte die Schweiz Güter im Wert von 169.9 Mio. CHF aus Kolumbien, vor allem landwirtschaftliche Produkte, Edelsteine und Edelmetalle. Die Schweizer Exporte nach Kolumbien beliefen sich auf 344.5 Mio. CHF und betrafen hauptsächlich chemische und pharmazeutische Produkte, Maschinen und Uhren. Der Kapitalbestand der Schweiz in Kolumbien betrug Ende 2010 mehr als 1.9 Mrd. CHF und Schweizer Firmen beschäftigen rund 14’600 Angestellte.

 

Vertragliche Regelungen

Freihandelsabkommens EFTA-Kolumbien

Kolumbien – EU: In allgemeine autonome Zollpräferenzen einbezogen

Vertrag über die Förderung und den Schutz von Kapitalinvestitionen.

Vertrag zur Vermeidung der Doppelbesteuerung der Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmen.

Mitglied der Andengemeinschaft: Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela.

Mitglied der Andenstaaten (AND) Kolumbien, Peru.

 

Geschäftssprache

Spanisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung: Kolumbianischer Peso (kol $) = 100 Centavos (c, cvs).

ISO-Code: COP

 

Importkontrolle

Die Einfuhrlizenz ist grundsätzlich 6 Monate gültig, die Registrierung 6 bzw. 12 Monate. Der Versand der Ware muss innerhalb der Gültigkeit der Lizenz bzw. der Registrierung erfolgen.

Kontrollpflichtige Waren müssen vorab beim kolumbianischen Ministerium (MinCIT) gemeldet werden, um von dort eine Registrierung oder Lizenz zu erhalten.

Von der Importregistrierung sind alle Waren betroffen, die einer Erlaubnis oder Genehmigung durch eine Behörde unterliegen u.a. Tiere, Pflanzen, geschützte Arten, Nahrungsmittel, Kosmetika, Medizin- und Medizintechnik, KF (Konsulatsfakturen) Z und Waren, die dem kolumbianischen Standard entsprechen müssen.

Das MinCIT stellt eine Liste der Importlizenzpflichtigen Waren zur Verfügung.

Umsatzsteuerregelsatz: 16%

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Üblich Akkreditiv, Kasse gegen Dokumente (D/P), im äußersten Falle bei solventen Importeuren 90 Tage

Akzept (D/A). USD-Fakturierung. Angebote in US $ auf fob-Basis üblich, Angabe des Wechselkurses üblich. Angebote in spanischer Sprache.

Bei staatlichen Ausfuhrgarantien für deutsche Exporteure bestehen Sonderbestimmungen.

 

Ursprungsangaben

Nicht vorgeschrieben.

 

Markierung / Etikettierung

Kistensignierung: Angaben von Brutto- und Nettogewicht in metrischem System auf beiden Seiten.

Zu beachten ist, dass eine evtl. Markierung mit der „Pais de Origen“- Angabe im „Registro“ übereinstimmen muss.

 

Verpackung

Seeverpackung möglichst leicht, aber stabil, da Bruttoverzollung, besonders dauerhaft zum Schutz gegen starke Erschütterungen und Feuchtigkeit bei der schwierigen Beförderung über hohe Gebirge. Seit 01.01.2005 wird für Holzverpackungen der ISPM 15 angewendet. (Standards of Pytosanitary Measures)

 

Warenmuster und -proben

Muster ohne Handelswert werden zollfrei zugelassen.

Die Dokumente für unentgeltliche Muster sind mit dem Vermerk „Muestra sin valor comercial“ zu versehen. Der Versand zollpflichtiger Muster als „Warenproben“ oder „Päckchen“ ist nicht zulässig.

Für höherwertige Muster sollte auf jeden Fall eine „Licencia No-Reembolsable“ beantragt werden.

 

Versand- und Begleitpapiere

Übliche, sowie

a) HR (Handelsrechnungen) (Anz. offen oder gem. Akkreditiv), in spanischer Sprache, mit allen handelsüblichen Angaben, mit folgender Erklärung: „Certificamos bajo juramento que los precios de esta factura son los que cargamos al cliente y que la mercancia a que ella se refiere es originaria de Alemania (Ursprungsland). En fé de lo expuesto, firmamos la presente declaración en . . . (Stadt, Staat)“, Datum, Unterschrift.

Die Rechnung kann in e aufgemacht sein; Endbetrag muss aber auch in US $ erscheinen.

Als Warenbezeichnung ist die im „Registro“ bzw. die auf der Lizenz genannte Bezeichnung genau zu übernehmen. Auch ist die angegebene Zolltarifnummer hinzuzufügen. Enthält das „Registro“ bzw. die Lizenz eine „Hoja descriptiva“ (Anlage mit näheren Einzelheiten der im „Registro“ genannten Waren), so sind diese Einzelheiten vollständig in der Handelsrechnung aufzuführen.

Bei Autos, Lastwagen Sonderregeln.

Handelskammerbeglaubigung und konsularische

Legalisierung nicht erforderlich.

b) UZ (Ursprungszeugnisse) nur in Sonderfällen, dann 2fach. (Bestimmte Waren, z. B. Lebensmittel, Traktoren, Kfz-Motoren, Kfz-Ersatzteile etc.) (IHK (Industrie- und Handelskammern) fragen.)

c) Schiffsfrachtsendungen: Konnossemente (1 Original, 3 Kopien) müssen den Empfänger nennen in Übereinstimmung mit der Importlizenz, deren Nummer, Ausstellungs- und Verfallsdatum sowie Zolltarifnummer anzugeben ist. An-Order-Verladung ist nicht zulässig.

d) Postpakete bis 20 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 ZI (Zollinhaltserklärungen) span./frz./ engl.

e) Präferenznachweise:

EUR.1 (Ausstellung erfolgt durch Zollstelle)
Ursprungserklärung auf der Rechnung
– jeder Ausführer bis Wertgrenze 6000,- e
– „Ermächtigte Ausführer“ ohne Wertgrenze
Wortlaut der Ursprungserklärung: The exporter of the products covered by this document (customs authorization No …) (1) declares that, except where otherwise clearly indicated, these products are of … (2) preferential origin. Wird die Erklärung auf der Rechnung von einem Ermächtigten Ausführer ausgefertigt, so ist die Bewilligungsnummer des Ermächtigten Ausführers unter (1) einzutragen. Wird die Erklärung auf der Rechnung nicht von einem Ermächtigten Ausführer ausgefertigt, so können die Wörter in Klammern weggelassen bzw. der Raum leergelassen werden. (2) Der Ursprung der Erzeugnisse muss angegeben werden. Betrifft die Erklärung auf der Rechnung ganz oder teilweise Erzeugnisse mit Ursprung in Ceuta und Melilla, so bringt der Ausführer deutlich sichtbar die Kurzbezeichnung „CM“ an.