CHINA

China Transporte und Spedition Dienstleistungen

China

Hauptstadt
Peking

Einwohnerzahl
1.35 Mrd.

Landessprache/n
Chinesisch (Mandarin)

Währung
Renminbi (RMB) / Yuan (CNY)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 9’240.27 Mrd. (Quelle: Weltbank)

BIP pro Einwohner
USD 6’807 (Quelle: Weltbank)

Schweizer Exporte
CHF 8’758.46 Mio.

Schweizer Importe
CHF 11’428.86 Mio.

Wirtschaftliche Beziehungen

Die Schweiz und die Volksrepublik China pflegen seit 1950 bilaterale Beziehungen, die sich in den letzten Jahren intensiviert haben. Davon zeugen regelmässige und gegenseitige hochrangige Besuche.

China ist seit 2010 der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien (Handelsvolumen 2013: 20,2 Milliarden CHF) und drittwichtigster Handelspartner hinter der EU und den USA überhaupt. Nach Abschluss der im Januar 2011 lancierten Verhandlungen für ein bilaterales Freihandelsabkommen konnte dieses im Juli 2013 in Peking unterzeichnet werden. Nach Genehmigung durch National- und Ständerat trat das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der Volksrepublik China am 1. Juli 2014 in Kraft.

Staatssekretariat für Wirtschaft: Freihandelsabkommen mit China

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung: Medienmitteilung, 30.04.2014 (Freihandelsabkommen Schweiz-China tritt am 1. Juli 2014 in Kraft)

Medienmitteilung, 06.07.2013 (Bundesrat Schneider-Ammann unterzeichnet Freihandelsabkommen mit China)

Das Abkommen enthält Bestimmungen zum Warenhandel (Industrieprodukte und Agrarprodukte), zu nicht-tarifären Handelshemmnissen – z.B. technische Vorschriften –, zum Handel mit Dienstleistungen, zum Schutz des geistigen Eigentums sowie zu Handel und nachhaltiger Entwicklung.

Ebenfalls wurde  ein paralleles Abkommen zu Arbeits- und Beschäftigungsfragen abgeschlossen. Die Präambel beruft sich auf die Grundsätze, Werte und die grundlegenden Instrumente der internationalen Beziehungen und des internationalen Rechts.

Anlässlich des offiziellen Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang im Mai 2013 in Bern wurde mit der Unterzeichnung eines MoU ein bilateraler Finanzdialog zwischen der People’s Bank of China und dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) geschaffen.

 

Vertragliche Regelungen

Bilaterale Beziehungen mit der Schweiz

ASEAN-China-Freihandelsabkommen seit dem 01.01.2010 in Kraft.

Deutsch-Chinesisches Abkommen über Zusammenarbeit in Wirtschaft, Industrie und Technik Freihandelsabkommen mit Chile, Costa Rica, Hongkong, Macau, Neuseeland, Pakistan, Peru, Singapur und der Schweiz.

Anwendung des Carnet A.T.A.

 

Geschäftssprachen

Chinesisch, Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System, aber auch chinesische Maßeinheiten.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System, Verzollung nach cif-Wert.

 

Währung

Landeswährung Renminbi Yuan (RMB) = 10 Jiao = 100 Fen.

ISO-Code: CNY

 

Importkontrolle

Kein Waffenembargoland i.S.v. Art. 4 Abs. 2 EGDual-use-Verordnung mehr.

Der Außenhandel wurde weitgehend liberalisiert, und die Zahl der lizenzpflichtigen Warenpositionen verringert. Eine Liste der Einfuhrgenehmigungspflichtigen Waren wird jeweils zum Jahresanfang vom chinesischen Wirtschaftsministerium (MOFCOM) veröffentlicht. http://english.mofcom.gov. cn. Es bestehen Einfuhrbeschränkungen in Form von Importverboten, Einfuhrquoten, Lizenzen, Genehmigungen, Registrierungsbestimmungen und Notifizierungen. Für bestimmte Waren (z. B. Altmetall, gebrauchte Elektrowaren) ist eine Vorversandkontrolle notwendig. Einem Einfuhrverbot unterliegen beispielsweise Asbest, Sekundärrohstoffe, Altwaren/Schrott (bestimmter Chemikalien, Kautschuk, Leder, Textilien). Einfuhrquoten und- lizenzen vergibt das „Quota and Licence Administrative Bureau“. Einfuhrlizenzen sind in zwei Gruppen aufgeteilt: die allgemejne (1 Jahr gültig) und die automatische (6 Monate gültig, z .B. für Fleisch, Lebensmittel, Grundstoffe der Kunststoffindustrie). Erstere ist auf ozonreduzierende Substanzen beschränkt. Bei Lebensmittelimporten unterliegt sowohl der Exporteur als auch der Importeur einer Registrierungspflicht beim Hauptamt für Qualitätskontrolle und Quarantäne – AQSIQ.

Für internationale Geschäfte ist der Renminbi konvertibel, bei Transaktionen im Kapitalmarkt gelten weiterhin Einschränkungen. Die Einfuhr von Devisen ist bis zu einer Höhe von 20.000 RMB erlaubt. Ab einem Gegenwert von 5.000 USD ist eine Devisendeklaration erforderlich.

Die chinesische Zollverwaltung hat ein System zur Kategorisierung von Zollbeteiligten eingeführt. Importeure, Exporteure und Zollagenten mit Sitz in der VR China werden in fünf Kategorien AA, A, B, C und D eingeteilt. Firmen, die den Gruppen AA und A zugeordnet werden, können mit Erleichterungen rechnen. Für Gruppe B gilt das reguläre Zollverfahren. In den Gruppen C und D muss mit genaueren Prüfungen gerechnet werden. Der Antrag auf Zuordnung zu einer Gruppe muss beim örtlich zuständigen Zollamt gestellt werden. Daneben besteht ein Partnerschaftsprogramm mit der USA (“VEU”). Mehr Info unter www.bis.gov.

Umsatzsteuerregelsatz: 17%

 

Zertifizierung

Die General Administration of Quality Supervision and Quarantine ist für die zentrale Qualit.tsüberwachung zuständig. Gelistete Produkte können ohne Zertifikat nicht mehr exportiert werden, Kontakt: Bureaux of China Quality Certification Centre (CQC), Section 9,No. 128, Nansihuan (the South Fourth Ring Road) Xilu, 100070 China, Tel.: (0086) 10 8562 2233, Telefax: (0086) 10 6599 4298, Internet:

www.cqc.com.cn un Certification and Accreditation

Administration of the People’s Republic of China, No. 9, Madian Donglu, Haidian District,
Beijing 100088, Tel.: (0086) 1082260777, Telefax: (0086) 1082260799, Internet: www.cnca.gov.cn.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Importe werden fast ausschließlich auf Akkreditiv-Basis bezahlt. Die bei der Bank of China eröffneten Akkreditive sind grundsätzlich in der VR China gegen Dokumente zahlbar gestellt (also meist nicht abstrakt). Eröffnung meist erst ca. 6 Wochen vor Verladung. Korrespondenzbank: Bank of China. Beim Kauf von Anlagen auch Zahlungsziele. – Transportversicherung wird zwischen Lieferanten und chinesischer Außenhandelsgesellschaft vereinbart. Zahlung in € oder Renminbi üblich. Angebote meist auf cif-/ fob-, USD-Basis. Kassa- oder Termingeschäfte in RMB nur bei Direktgeschäften möglich.

 

Ursprungsangaben

Ursprungsangaben auf der HR (Handelsrechnungen) erforderlich.

 

Markierung / Etikettierung

Übliche Markierung der Packstücke inkl. der Angabe des Absender, Empfänger und Ursprungsland.

Etikettierungen müssen in chinesischer Sprache sein. Besondere Vorschriften betreffen u.a. Lebensmittel, Alkohol, Düngemittel, elektrische Geräte, Textilien, Lederwaren und Veterinärmedizin „Made in …“-Markierung i.d.R. vorgeschrieben.

 

Verpackung

Robuste und witterungsbeständige Verpackung.

Anwendung des IPPC-Standard ISPM Nr. 15.

 

Warenmuster und -proben

Muster ohne Handelswert unter 400 RMB können zollfrei eingeführt werden. Muster, die einen Handelswert haben, aber zur Wiederausfuhr bestimmt sind, können gegen Entrichtung einer Sicherheit ohne Zollzahlung für die Dauer von 6 Monaten vorübergehend eingeführt werden. Gegebenenfalls kann diese Frist verlängert werden. Carnets ATA sind für Ausstellungen und Messen zugelassen. Nähere Auskünfte erteilen die Industrie- und Handelskammern

 

Versand- und Begleitpapiere

Bezeichnung „China“ nicht ausreichend. Unbedingt mit „People`s Republik of China“ oder „Volksrepublik China“ kennzeichnen. Elektronische Unterschriften sind rechtsverbindlich.

Übliche, sowie

a) HR (Handelsrechnungen) i.d.R. 1-fach in englischer Sprache; unterzeichnet, alle üblichen Angaben sowie den cif-Wert und das Ursprungsland. Am Ende ist es ratsam die Erklärung „We guarantee that the invoice shows the total value of goods, and no additional billing“. Beglaubigung nicht erforderlich.

b) Konnossemente unbeglaubigt

c) Packliste in engl. ist beizufügen

d) Postpakete bis 31,5 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 2 ZI (Zollinhaltserklärungen) , chin., engl. oder franz., Postleitzahlen (arabisch geschriebene Ziffern) sind stets anzubringen.