INDONESIEN

Indonesien Transporte und Spedition Dienstleistungen

Indonesia

Hauptstadt
Jakarta

Einwohnerzahl
244 Mio.

Landessprache/n
Indonesisch (Bahasa Indonesia)

Währung
Indonesische Rupie (IDR)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 868 Mrd.

BIP pro Einwohner
USD 3’468

Schweizer Exporte
CHF 619 Mio.

Schweizer Importe
CHF 318 Mio.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Im Rahmen der wirtschaftspolitischen Strategie für Indonesien wurde Ende November 2009 eine gemeinsame Wirtschafts- und Handelskommission ins Leben gerufen. Seit 2008 ist Indonesien eines der sieben Prioritätsländer der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) geleitet wird. Mit seinem wirtschaftlichen Entwicklungsprogramm 2013–2016 unterstützt das SECO die Bemühungen Indonesiens um Reformen im Bereich des öffentlichen Sektors und im Wirtschafts- und Umweltbereich.

Gegenwärtig investieren rund 150 Schweizer Unternehmen in Indonesien. Per Ende 2012 betrugen die Schweizer Direktinvestitionen laut der Schweizerischen Nationalbank (SNB) insgesamt 6,941 Milliarden CHF. Diese Direktinvestitionen haben in Indonesien gemäss SNB über 53’000 Arbeitsplätze geschaffen. In Asien ist Indonesien nach Japan, Singapur und China die viertgrösste Destination für Schweizer Direktinvestitionen.

Laut indonesischen Statistiken realisierten Schweizer Unternehmen 2012 Investitionen in der Höhe von 255 Millionen USD verteilt auf 37 Projekte. Die Schweiz belegte damit den 12. Rang der wichtigsten ausländischen Investoren.

Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen EFTA–Indonesien sind im Gange.

 

Vertragliche Regelungen

Indonesien – EU: In allgemeine autonome Zollpräferenzen einbezogen.

Vertragspartei des TIR-Übereinkommens (z. Zt. nicht anwendbar).

Anwendung des Carnet A.T.A. ab dem 15. Mai 2015.

 

Geschäftssprache

Englisch, Bahasa Indonesia.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System. Verzollung nach dem Transaktionswert.

 

Währung

Landeswährung Rupiah (Rp.) = 100 Sen (S).

ISO-Code: IDR

 

Importkontrolle

Importeure müssen beim Handelsministerium registriert sein und eine Handelslizenz besitzen. Zusätzlich ist eine Registrierung bei der Zollverwaltung (DGCE) erforderlich. Das Handelsministerium unterscheidet zwischen zwei Lizenztypen (APIU = Import für Waren zum Verkauf auf dem Indonesischen Markt und APIP = Import für Produktionszwecke).

Für bestimmte Waren (u.a. Pflanzenschutzmittel, pharmazeutische Rohstoffe, gefährliche Chemikalien) bestehen Genehmigungspflichten, die in der Zuständigkeit von unterschiedlichen Behörden liegen. Andere Waren unterliegen Registrierungspflichten (Nahrungsmittel, Kosmetika, Medikamente) beim Gesundheitsministerium.

Importverbote gelten z. B. für bestimmte Erdölprodukte, Pestizide, gebrauchte Reifen, Verkaufsautomaten mit Heiz- und Kühlvorrichtung). Für verschiedene Warengruppen sind Vorversandkontrollen erforderlich. Zudem bestehen für bestimmte Warengruppen (u.a. Elektrogeräte) Normen und Standardbestimmungen (Kennzeichnungspflichten), die bei der Vorversandkontrolle überprüft werden.

Umsatzsteuerregelsatz: 10%

 

Pre-Shipment Inspektion

Bestimmte Waren (u.a. Keramikwaren, Lebensmittel und Getränke, Schuhe, multifunktionale Kopiergeräte, Eisen- und Stahlprodukte sowie hochwertiges Rindfleisch (prime cuts) – bitte Rücksprache mit der Insprektionsgesellschaft halten – unterliegen einer Vorversandkontrolle (Waren- und Dokumentenprüfung). Desweiteren dürfen diese Waren nur über bestimmte indonesische Zollhäfen bzw. –flughäfen eingeführt werden. Die indonesischen Importeure müssen eine „Inspection Order“ (I. O.) beantragen, die anschließend an die entsprechende Inspektionsfirma im Exportland übermittelt wird. Das Zertifikat wird im Allgemeinen in Indonesien erstellt und dient der Zollabfertigung.

Zurzeit verfügen vier Inspektionsgesellschaften über solche Bewilligungen. Es sind dies Bureau Veritas Switzerland AG in Weinigen (Bureau Veritas), Cotecna Inspection SA in Genf (Cotecna), Intertek (Schweiz) AG in Basel (Intertek) und SGS Société Générale de Surveillance SA in Genf (SGS).

link Vorversandkontrollen (PSI)

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Unwiderrufliches Akkreditiv mit Bestätigungsauftrag an die eigene Bank empfehlenswert. In den Verschiffungspapieren sollte unbedingt die Akkreditivnummer angegeben sein. Zahlungen auf Inkassobasis werden erst geleistet, wenn der indonesischen Außenhandelsbank die Dokumente über die Verschiffung der Ware vorliegen. (Vgl. Versand und Begleitpapiere.) Angebote in englischer Sprache, cif Jakarta bzw. andere zugelassene Seehäfen. Proformarechnungen zu empfehlen.

 

Ursprungsangaben

Ursprungsangabe auf der HR (Handelsrechnungen) . Bei irreführendem Eindruck in Bezug auf den Ursprung der Waren ist die Kennzeichnung „ Made in ….“ ratsam.

 

Markierung / Etikettierung

Übliche Markierungen. Kisten mit Herkunftsland der Waren signieren, Nr. des Akkreditivantrages oder Import-Indications-Nr. (PI) muss angegeben werden. Vor Versand der Waren sollte Exporteur die Markierungswünsche des Importeurs erfragen. Seeverpackung. Verschiedene Waren, z. B. fertige Lebensmittel, Getränke, Keramik und Porzellan, Glaswaren, Haushaltsartikel, Textilien und Seifen, dürfen nur in der Originalverpackung des Herstellers importiert werden. Auf der Verpackung müssen Warenart, Menge, Gewicht und Markenart genau bezeichnet sein.

Unterschiedliche Produktarten, Güteklassen und Marken müssen getrennt verpackt sein. Verbot irreführender Angaben hinsichtlich des Ursprungs.

 

Verpackung

Es wird empfohlen die Verpackung und Markierungen mit dem Importeur abzustimmen. Robuste und witterungsbeständige Verpackung. Anwendung des IPPC-Standard ISPM Nr. 15.

 

Warenmuster und -proben

Muster ohne Handelswert können zollfrei eingeführt werden, Ausstellungs- und Messegüter ebenso, wenn bei der vorübergehenden Einfuhr hierfür eine Zollsicherheit in Höhe der Einfuhrabgaben hinterlegt wird, die bei Wiederausfuhr zurückgezahlt wird.

 

Versand- und Begleitpapiere

Übliche, sowie für

a) Zahl der HR (Handelsrechnungen) unterschiedlich (Maßgabe Importeur), genaue handelsübliche Angaben + Unterschrift. In Rechnungen muss die Nr. des Akkreditivantrages bei Importen über Exportbonus ohne Deckung sowie Name der eingeschalteten Bank – soweit diese gestattet sind – die Nr. des Importnachweises (P.J.) angegeben werden. Fehlen diese Angaben in den Begleitpapieren, kann der Import nicht als Export-Bonus einfuhr abgefertigt werden; er wird dann als „Versandgut“ behandelt und ist vom Importeur mit wesentlich teureren freien Devisen zu bezahlen.

b) UZ (Ursprungszeugnisse) keine generelle Regelung; die Behörden behalten sich vor, in Einzelfällen ein Handelskammer- UZ (Ursprungszeugnisse) zu verlangen; falls erforderlich als Ursprung „Switzerland“ oder  „…………………“. (European Union).

c) unbeglaubigte Konnossemente, HR (Handelsrechnungen) , Order-Konnossemente zugelassen. Bei Lieferungen für indonesische Regierungsprojekte, die mit „Kreditdevisen“ finanziert werden, sind anzugeben: Nummer des Antrags auf Eröffnung des Akkreditivs (Number of L/C-application), Nummer des Akkreditivs und Name der Bank.

d) 20 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 2 ZI (Zollinhaltserklärungen) engl./frz./indonesisch, 2 HR (Handelsrechnungen) , davon 1 HR (Handelsrechnungen) in Paket legen.