ISRAEL

Israel Transporte und Spedition Dienstleistungen

Israel

Hauptstadt
Tel Aviv

Einwohnerzahl
8,4 Mio.

Landessprache/n
Hebräisch, arabisch

Währung
Israelischer Schekel (ILS)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
298.86 Mia. USD

BIP pro Einwohner
35’9702 USD

Schweizer Exporte
1’108.22 Mio. CHF

Schweizer Importe
620.12 Mio. CHF

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Israel

Israel ist ein wichtiger Handelspartner der Schweiz im Nahen Osten. Fast 16’000 Schweizerinnen und Schweizer leben in diesem Land und bilden eine der grössten Auslandschweizer-Kolonie im asiatischen Raum. Im Konflikt zwischen Israel und dem Besetzten Palästinensischen Gebiet ist die Schweiz bestrebt, gute Beziehungen zu beiden Seiten zu unterhalten.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Israel ist für die Schweiz ein wichtiger Handelspartner und Exportmarkt im Nahen Osten. Seit 1993 besteht ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und Israel.

Geschäftssprachen

Englisch überwiegend, aber auch Hebräisch, Französisch, Deutsch u. a.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System

 

Währung

Neuer Schekel (NIS) = 100 Agorot. ISO-Code: ILS.

 

Importkontrolle

Die meisten Waren können ohne Genehmigung eingeführt werden. Für einige Waren (z.B. Agrarprodukte, Lebensmittel, Alkohol, Textilien, einige chemische Erzeugnisse, Pharmazeutika, medizinische Geräte, Kfz, Industriegüter) ist die Einholung einer Import- oder Sonderlizenz notwendig. Die Gültigkeitsdauer der Lizenz beträgt im Allgemeinen 1 Jahr.
Die Einfuhr von nichtkoscherem Fleisch ist verboten.
Der Import von Waren mit Ursprung in Afghanistan, Algerien, Bangladesch, Irak, Iran, Jemen, Libanon, Libyen, Nord-Korea, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan und Syrien wird nur in Ausnahmefällen nach Einholung einer Sonderlizenz gewährt. Analog zu den europäischen Konformitätsprozeduren unterliegen Konsumgüter, die für den israelischen Markt bestimmt sind, einem Konformitätszertifikat / Konformitätserklärung. Alkoholische Getränke bedürfen einer Einfuhrgenehmigung und werden einer Qualitätskontrolle unterzogen.
Umsatzsteuerregelsatz: 18%
Zahlungen für Importe können in jeder frei konvertierbaren Währung erfolgen. Der Schekel ist frei konvertierbar.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Vor Lieferung sollten Erkundigungen (z. B. über ausländische Korrespondenzbank, deutsch-israelische Handelskammer) über den Geschäftspartner eingeholt werden. Gebräuchlich ist ein unwiderrufliches, bestätigtes Akkreditiv oder Kasse gegen Dokumente. Bei Vorauskasse ist eine Genehmigung der „Bank of Israel“ erforderlich.
Angebote auf €- oder US-$-Basis fob deutscher Hafen oder cif israelischer Hafen.

 

Ursprungsangaben

Fehlt die Angabe des Ursprungslandes besteht die Möglichkeit, dass die Zollbehörden die Abfertigung der Waren verzögern oder verweigern. Wird ein Ursprungszeugnis jedoch verlangt, so ist dieses im Original aus dem jeweiligen Ursprungsland den israelischen Zollbehörden vorzulegen. Ein Ursprungszeugnis ist z. B. für getrocknetes Gemüse und Getreide, getrocknete Früchte, Kräuter, Blumen und Blätter, sowie Holzprodukte, Nüsse ohne Schale und bestimmte Schnittblumen erforderlich.

 

Markierung / Etikettierung

Etikettierungsvorschriften bestehen u. a. für Lebensmittel und Lebensmittelfarben, Baumwollgarne, Chemikalien, pharmazeutische Präparate, Getränke, Schallplatten einschließlich deren Hüllen, Schuhcreme, Papier- und Pappwaren. Kennzeichnungspflicht für Einfuhrwaren in hebräischer, auch zusätzlich in Fremdsprache, sowohl auf Verpackung als auch auf der Ware selbst. Hinweis: die „Merchandise Marks Ordinance“ verbietet die Einfuhr von Waren mit einer irreführenden Handelsbezeichnung. Auskunft bei IHK (Industrie- und Handelskammern) .

 

Verpackung

Markierungsvorschriften für Kolli: Außer Marke und Nummer und Landungsplatz in 6 cm hohen Buchstaben müssen alle Kolli mit Bestimmungshafen Tel Aviv mit einem grünen Farbstrich, jene mit dem Bestimmungshafen Haifa mit einem roten Farbstrich gekennzeichnet sein. Seeverpackung. Heu, Strohverpackungen sowie Säcke und Beutel, Papierabfälle und Lumpen als Verpackungsmaterial verboten.
(Siehe auch Ursprungsangaben.)
Anwendung des IPPC-Standard ISPM Nr. 15.

 

Warenmuster und -proben

Zollfreie Einfuhr von Mustern ohne Handelswert, sofern nicht zur Verteilung an Verbraucher bestimmt, sonst zollpflichtig.
Die Inanspruchnahme des genannten Carnet- A.T.Averfahrens ist ratsam.

 

Versand- und Begleitpapiere

Auf allen Verschiffungsdokumenten muss das Ursprungsland eingetragen sein.
Auf allen Frachtpapieren muss die Identifikationsnummer der Importeure, ausländischen Lieferanten und Waren eingetragen sein.
Übliche, sowie

a) Zollfakturen sind nicht mehr erforderlich, es sei denn, sie werden vom Importeur ausdrücklich angefordert.

b) Handelsrechnungen in engl., unterschrieben, 3-fach, mit Angabe des Ursprungslandes, fob- Kosten, fob- Wert, cif-Kosten, cif-Wert, Brutto-, Nettogewicht, Marke, No. etc.

c) UZ (Ursprungszeugnisse) nicht erforderlich. Konnossemente: hier gelten in IL Sonderregelungen (zus. Info Kammern)

d) Postpakete bis 20 kg: 1 Zl, 1 IPK (engl./ frz./ laspr)

e) Packlisten: Besteht die Sendung aus verschiedenen Artikeln, ist eine Packliste beizufügen, die eine genaue Übersicht über die einzelnen Packstücke mit Marke, Nummer, Brutto- und Nettogewicht sowie Inhalt gibt.

f) Zum Nachweis der Präferenzursprungseigenschaft Formblatt EUR. 1. bei Warenwerten über 6.000,– €. Bei Warenwerten unter 6.000,– € kann vom Ausführer eine UE auf der Rechnung oder einem anderen Handelsdokument abgegeben werden: „Der Ausführer der Waren, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anders angegeben, preferenzbegünstigte -Ursprungswaren sind. Ort und Datum, Unterschrift des Ausführers und Name des Unterzeichners in Druckschrift (Ursprungserzeugnisse aus Ceuta und Melilla sind deutlich mit der Kurzbezeichnung „CM“ zu kennzeichnen).

– Ermächtigte Ausführer – nach Bewilligung durch das Hauptzollamt – können dieses Verfahren auch für Warenwerte über 6.000,– € anwenden. (Ermächtigungsnummer angeben.) g) optional Ausstellung EUR-MED (Länderkreis beachten).