KUWAIT

Kuwait Transporte und Spedition Dienstleistungen

Kuwait

Hauptstadt
Kuwait City

Einwohnerzahl
3.7 Mio.

Landessprache/n
Arabisch

Währung
Kuwait-Dinar (KD)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 185.3 Mia.

BIP pro Einwohner
USD 47’639

Schweizer Exporte
CHF 436,6 Mio.

Schweizer Importe
CHF 58,8 Mio.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Kuwait

Die Schweiz unterhält seit 1961 diplomatische Beziehungen zum Staat Kuwait. Die Schweiz ist eine sehr beliebte Reise- und Studiendestination für kuwaitische Staatsbürger. Kuwait ist dagegen eine wichtige Destination für Schweizer Güter und Dienstleistungen.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Seit dem Erdölboom der 1970er-Jahre ist Kuwait eine wichtige Destination für Güter und Dienstleistungen von Schweizer Unternehmen. Dank des industriellen und technischen Know-how Schweizer Firmen konnten in Kuwait zudem bedeutende Infrastrukturprojekte realisiert werden.
Die Schweiz exportiert Uhren, Schmuck, Maschinen und Pharmaprodukte nach Kuwait.
1998 trat ein Investitionsschutzabkommen und 1999 ein Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft. 1968 wurde ein bilaterales Luftverkehrsabkommen abgeschlossen, das 2010 angepasst wurde.

Geschäftssprachen

Arabisch, Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung 1 Kuwait-Dinar (KD) = 1000 Fils.
ISO-Code: KWD

Importkontrolle

Für die Einfuhr benötigt der kuwaitische Importeur eine jährlich neu zu beantragende Einfuhrlizenz des Handels- und Industrieministeriums. Für eine Reihe von Waren bestehen Einfuhrverbote (u. a.: Narkotika, Gebrauchtreifen, Glücksspielzubeh.r, Laserpointer, Schweine) oder Beschränkungen oder es sind besondere Einfuhrlizenzen (z.B. für Pharmazeutika, Waffen, chemische Produkte) erforderlich. Die Einfuhr von Waren aus Israel und von Produkten, in denen Waren aus Israel verarbeitet wurden, ist verboten. Ggf. werden die Waren einer Einfuhrprüfung unterzogen. Hinweis: Verschärfung der Strafen für Falschangaben betreffend die Beschaffenheit (Maße, Gewichte, Stückzahlen, Inhaltsstoffe etc.) von Waren (Haftstrafen bis 1 Jahr, Geldstrafen bis zu 10.000 KWD).
Devisenschwierigkeiten bestehen nicht.
Staatliche Ausfuhrgarantien unterliegen keinen Beschränkungen.

 

Pre Shipment Inspektion

Importeure der betroffenen Waren haben ein „Certificate of Conformity“ (COC) pro Ursprungsland einer Exportsendung beizubringen, welches nach erfolgter Vorversandkontrolle durch eine akkreditierte Stelle auszustellen ist. Einzelheiten sind bei den mit der Zertifizierung beauftragten Unternehmen zu erfragen. Zurzeit verfügen vier Inspektionsgesellschaften über solche Bewilligungen. Es sind Bureau Veritas Switzerland AG in Weinigen (Bureau Veritas), Cotecna Inspection SA (Cotecna) in Genf, Intertek (Schweiz) AG in Basel (Intertek) und SGS Société Générale de Surveillance SA (SGS) in Genf.
link Inspektionsgesellschaften

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Üblich ist unwiderrufliches von einer Bank bestätigtes Akkreditiv. Nur bei erstklassigen Importeuren ist „Kasse gegen Dokumente“ ratsam. €- Fakturierung, auch US $ und £ Sterling. Angebote mit verbindlichem Liefertermin.

 

Ursprungsangaben:

Alle Waren müssen mit dem Ursprungsland am Produkt selbst gekennzeichnet sein, und zwar so, dass die Kennzeichnung nicht beseitigt oder verändert werden kann.

 

Verpackung

Seeverpackung. Gewichtsangabe auf Kisten, Kartons usw. in kg anbringen. Besondere Verpackungsvorschriften bestehen für Insektenvertilgungsmittel und andere Gifte. Importeur befragen! Unzureichend verpackte Waren werden von der Hafenbehörde nicht abgefertigt.

 

Markierung / Etikettierung

Lebensmittel in Dosen (canned food) müssen Kennzeichnung in arabischer oder auch anderer Sprache über Inhalt, Qualitätsklasse, Menge, Herstellungsund Verfallsdatum tragen.
Jede nach Kuwait eingeführte Zigarettenpackung muss deutlich an auffälliger Stelle in nicht auslöschbarem Druck folgenden Vermerk in arabischen Schriftzeichen tragen: „Amtliche Warnung: Rauchen kann Ihrer Gesundheit schaden; wir raten Ihnen, das Rauchen aufzugeben.“
Die Hafenbehörden in Kuwait verlangt bei Eisen eine Farbmarkierung in der Breite von mindestens 30 cm. Ferner ist darauf zu achten, dass gebündeltes Eisen oder Holz in den Konnossementen auch als Bündel an beiden Enden zusammengebunden, in der Mitte mit dem Namen des Herstellers und dem Ursprungsland in englischer und arabischer Sprache versehen, nicht als Stück deklariert wird, da sonst erhebliche Schwierigkeiten bei der Auslieferung entstehen können.

 

Warenmuster und -proben

Warenmuster im Wert bis KD 100,–, werden zollfrei zugelassen, ebenso nicht zu Handelszwecken eingeführtes Werbematerial. Waren für Messen, Ausstellungen u. ä. können vorübergehend gegen Sicherheitsleistungen zollfrei eingeführt werden. Geschenksendungen im Wert bis KD 100,– können nach Ermessen der Zollbehörden zollfrei belassen werden. Ursprungszeugnisse müssen die Ware begleiten

 

Versand- und Begleitpapiere

In der BR weiterhin Verbot von Boykotterklärungen. Das hat als Konsequenz, dass die IHK (Industrie- und Handelskammern) n Handelspapiere nicht mehr beglaubigen dürfen, wenn diskriminierende Formulierungen gewählt wurden. Auch der Ausweg über Notare, Landesgerichte oder Bundesverwaltungsamt ist ausgeschlossen. Es müssen danach positive Formulierungen gewählt werden.
Die Bezeichnung „Persian Gulf“ darf nicht verwendet werden; nur „Arabian Gulf“. Nach Möglichkeit Golfbezeichnung vermeiden. Übliche, sowie

a) 3 HR (Handelsrechnungen) , engl., beglaubigt, alle handelsüblichen Angaben: mit Namen des Herstellers und Exporteurs, Namen des Schiffes, u. a. Marke und Nummer der Packstücke, genaue Warenbezeichnung, Brutto- und Nettogewicht in kg, Warenwert und Ursprungsland sowie Name des Inhabers der Einfuhrlizenz gefordert. Es ist folgender Text zu verwenden: „We certify that the goods are of . . . origin. They contain . . . materials and they are being exported from . . . The goods were manufactured by . . .’’. Beglaubigung durch IHK (Industrie- und Handelskammern) , anschließend konsularische Legalisierung.

b) 1 UZ (Ursprungszeugnisse) für alle Waren, beglaubigt von IHK (Industrie- und Handelskammern) . Als Ursprungsland „Switzerland“ oder  „……………..(European Union)“ angeben. „An order“-Angaben sind unzulässig. Auf der Rückseite ist vom Exporteur folgende Erklärung rechtsverbindlich zu unterschreiben: „We certify that the goods are of… (Ursprungsland) origin. They contain… (Ursprungsangabe) materials and they are being exported from… (Exportland). The goods were manufactured by… (Name und vollständige Adresse).“ Beglaubigung durch IHK (Industrie- und Handelskammern) .

c) Postpakete bis 20 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 ZI (Zollinhaltserklärungen) engl./frz.,

d) unbeglaubigte Konnossemente. Order-Konnossemente zugelassen, jedoch ist die Angabe einer Notify-Adresse erforderlich

e) Transporterklärungen

Folgende Beispiele für Transporterklärungen sind mit dem § 4a AWV vereinbar; weitere Texte: IHK (Industrie- und Handelskammern) . „The undersigned does hereby declare on behalf of the owner, agent or master of the above named vessel/airplane that said vessel/airplane is not registered in Israel or owned by nationals or residents of Israel and will not call at or pass through any Israeli port enroute to . . . (z. B. Kuwait).’’ Wir weisen noch darauf hin, dass derartige Transporterklärungen ausschließlich aus versicherungstechnischen Gründen abgegeben werden dürfen bzw. um zu verhindern, dass die Waren auf dem See- oder Luftweg beschlagnahmt werden. Die nachstehenden Transporterklärung ist hingegen nicht mit der Antiboykott-Verordnung vereinbar, da sie eindeutig auf ein sog. „black listing“ Bezug nimmt. Sie darf deshalb nicht abgegeben werden. „Nous engageons à ne pas faire charger la marchandise objet de la présente facture; à bord des bateaux Israeliens; ou bien des bateaux portes sur la liste noire du bureau de boykottage d’Israel; ou touchant des ports de la Palestine occupée.’’ Übersetzung: Wir verpflichten uns, die Ware, die Gegenstand der vorliegenden Rechnung ist, nicht auf israelische Schiffe oder auf Schiffe, die auf der schwarzen Liste des Israel-Boykottbüros stehen, oder auf Schiffe, die Häfen des besetzten Palästinas berühren, laden zu lassen.

f) Wird eine Hersteller-Erklärung verlangt, muss dies auf Firmenbogen erfolgen. Die Unterschrift auf der Erklärung muss notariell beglaubigt sein. Bei konsularischer Beglaubigung ist die Überbeglaubigung durch den Landesgerichtspräsidenten nötig. Verlangt der Importeur nur eine Beglaubigung durch die IHK (Industrie- und Handelskammern) , ist diese direkt dem Importeur zuzusenden, da die Botschaft keine Legalisierung vornimmt.

g) Packlisten: Bei der Einfuhr werden genormte Packlisten gefordert. Auskünfte erteilen die Kammern

h) Die zu legalisierenden Dokumente sind direkt per Post der Konsularabteilung des Staates Kuwait einzureichen. Alle für Kuwait bestimmten Unterlagen, die nicht von der Konsularabteilung der Botschaft legalisiert sind, werden von den Behörden in Kuwait nicht akzeptiert und sind ungültig.

Auf allen Dokumenten ist die genaue Adresse des Empfängers anzugeben. Den zu legalisierenden Dokumenten ist ein Anschreiben, ein frankierter Rückumschlag sowie die mit dem Bankstempel versehene Originaldurchschrift über eingezahlte Gebühren als Zahlungsnachweis beizufügen.