LIBANON

Libanon Transporte und Spedition Dienstleistungen

Lebanon

Hauptstadt
Beirut

Einwohnerzahl
4’460’000 P.

Landessprache/n
Arabisch

Währung
Libanesisches Pfund (LBP)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 51.16 Mia.

BIP pro Einwohner
USD 11’236

Schweizer Exporte
CHF 650,04 Mio.

Schweizer Importe
CHF 219,25 Mio.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Libanon

Libanon ist ein wichtiger Partner der Schweiz im Nahen Osten. Die beiden Ländern unterhalten seit langem bilaterale Beziehungen und haben viele Gemeinsamkeiten, die sie zu natürlichen Partnern machen: Demokratie, kulturelle Vielfalt auf kleinem Raum, Berge, spärliche Rohstoffe, Offenheit gegenüber dem Welthandel.

 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Im Zusammenhang mit der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und Libanon haben die Schweiz und Libanon ein bilaterales Programm der wirtschaftlichen Zusammenarbeit lanciert. Damit sollen die wirtschaftlichen Standards in Libanon gestärkt werden, so dass die Qualität der aus Libanon exportierten Produkte erhöht werden kann.
Die Schweiz ist der sechst grösste Handelspartner des Libanon. Gleichzeitig ist Libanon der fünf grösste Handelspartner für die Schweiz im Mittleren Osten ist. Die Schweiz exportiert hauptsächlich Uhrmacherwaren und Bijouterie sowie pharmazeutische Produkte nach Libanon. Aus Libanon in die Schweiz importiert werden zu einem Grossteil Edelsteine, -metalle und Bijouterie sowie auch Uhrmacherwaren.

 

Geschäftssprachen

Arabisch, Französisch, Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung Liban. Pfund (L £) = 100 Piaster (P.L.).
ISO-Code: LBP

 

Importkontrolle

Restriktive Maßnahmen; Waffenembargo, technische Hilfe im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten, Finanzsanktionen.
Die meisten Waren können ohne Einfuhrlizenz eingeführt werden, jedoch sind für Erzeugnisse, deren Einfuhr zum Schutz der einheimischen landwirtschaftlichen und industriellen Produktion kontrolliert wird, Vorlizenzen (licence préalable) notwendig.
Die Liste der vorlizenzpflichtigen Waren ist laufend Änderungen unterworfen. Die Gültigkeitsdauer der Importlizenz beträgt 6 Monate. Gegebenenfalls ist eine Verlängerung um weitere 6 Monate möglich. Ein Einfuhrverbot besteht z.B. für Waren aus Israel und für Diesel-PKW.
Diverse Waren unterliegen Konformitätsbestimmungen (Verification of Conformity). Die Zuständigkeit dafür liegt bei Bivac International.
Für Regierungsimporte stellt die „banque du Liban“ den Importeuren aufgrund der Lizenzen Devisen zur Verfügung. Für private Einfuhren müssen die Devisen auf den freien Matkt beschafft werden. Libanon hat sehr eingehende Bestimmungen im Handelsvertreterrecht.
Staatliche Ausfuhrgarantien nur für kurzfristige Geschafte ohne betragsmäßige Beschränkung bis 360 Tage Kreditlaufzeit.
Umsatzsteuerregelsatz: 10%

 

Pre Shipment Inspektion

Importeure der betroffenen Waren haben ein „Certificate of Conformity“ (COC) pro Ursprungsland einer Exportsendung beizubringen, welches nach erfolgter Vorversandkontrolle durch eine akkreditierte Stelle auszustellen ist. Einzelheiten sind bei den mit der Zertifizierung beauftragten Unternehmen zu erfragen. Zurzeit verfügen vier Inspektionsgesellschaften über solche Bewilligungen. Es sind Bureau Veritas Switzerland AG in Weinigen (Bureau Veritas), Cotecna Inspection SA (Cotecna) in Genf, Intertek (Schweiz) AG in Basel (Intertek) und SGS Société Générale de Surveillance SA (SGS) in Genf.
link Inspektionsgesellschaften

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Unwiderrufliches, von einer deutschen Bank bestätigtes Akkreditiv.

 

Ursprungsangaben

Waren mit libanesischen Bezeichnungen – auch auf ihren Verpackungen, Etiketten, Streifbänder usw. – müssen den Zusatz „Importé de….“ in unzerstörbaren und deutlich sichtbaren Buchstaben tragen.
Angabe Ursprungsland auf der HR (Handelsrechnungen) .

 

Markierung / Etikettierung

Bestimmte Waren, z. B. pharmazeutische Präparate und bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse einschließlich Lebensmittelkonserven, verlangen außerdem eine besondere Etikettierungs- und Markierungsart, die beim Importeur im Libanon festzustellen ist.

 

Verpackung

Kein Zwang zu besonderer Kistenmarkierung. Seeverpackung, d. h. sehr fest und widerstandsfähig. Heu und Stroh nicht empfehlenswert.
ISPM Nr. 15 anwendbar.

 

Warenmuster und -proben

Muster ohne Handelswert werden zollfrei zugelassen.
Ansonsten gelten die üblichen Sicherheitsleistungen bei einer vorübergehenden Einfuhr. Werbedrucke, -gegenstände sind zollpflichtig. Der Versand zollpflichtiger Muster als „Warenproben“ ist nicht zulässig.

 

Versand- und Begleitpapiere

Boykotterklärungen verboten. Das hat als Konsequenz, dass die IHK (Industrie- und Handelskammern) Handelspapiere nicht mehr beglaubigen dürfen, wenn diskriminierende Formulierungen gewählt wurden. Auch der Ausweg über Notare, Landesgerichte oder Bundesverwaltungsamt ist ausgeschlossen. Es müssen danach positive Formulierungen gewählt werden.
Laut Vorschrift des libanesischen Ministeriums für öffentliche Bauten und Verkehr – Generaldirektion für Verkehr – dürfen die Schiffe nur legale Häfen anlaufen, in denen Hafen-, Zoll- und Sicherheitsbehörden vertreten sind. Legale Häfen sind zur Zeit nur: Beirut, Jounien, Saida (Sidon), Tripoli. Übliche, sowie

a) 3 HR (Handelsrechnungen) mit allen handelsüblichen Angaben mit vorgeschriebener Firmenerklärung in franz./ engl. Sprache: Die geforderten Erklärungen müssen lauten: „Nous certifions que la présente facture est authentique et qu’elle est la seule émise par nous pour les marchandises qui y sont énoncées, qu’elle mentionne leur valeur exacte sans déduction d’aucun acompte et que leur origine est exclusivement allemande (ggf. weitere Länder aufführen). In engl. Sprache: „We hereby certify that the present invoice is authentic, the only one issued by us representing the goods listed here in without any deduction in their true value as afore mentioned and that their origin is exclusivly: …………….’’ (Länder aufführen).

b) Ursprungszeugnisse (1-fach), nur für Agrarprodukte, Rinder und Rindfleischprodukte erforderlich. Als Ursprungsland: „Switzerland“ oder  „……………(European Union)“ oder nur European Union“. Wird nur „European Union“, zudem auf Rückseite UZ (Ursprungszeugnisse) Erklärung vgl. a) abzugeben.

c) Hersteller-Erklärungen: Soweit vom Importeur gefordert: unter Bezugnahme auf die Rechnung zu erklären, von wem die Ware hergestellt worden ist. Ob die Erklärung von der zuständigen Handelskammer zu bescheinigen ist (1 Kopie verbleibt bei der Kammer) oder die Unterschrift von einem Notar beglaubigt werden muss, richtet sich nach der Anweisung des Importeurs..

d) Als Präferenzursprungsnachweis WVB (Warenverkehrsbescheinigung) EUR. 1 für Sendungen, soweit die Produkte unter das Freihandelsabkommen mit der EU fallen. EUR. 1 für Sendungen bis Warenwert von 6.000,– €. Dabei ist folgende Erklärung abzugeben: „Der Ausführer der Ware, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anders angegeben, pr.ferenzbegünstigte …-Ursprungswaren sind.“ Für Sendungen im Werte über 6.000,– € ist grundsätzlich die Warenverkehrsbescheinigung EUR. 1 erforderlich. Der Exporteur füllt die Formulare aus, die Zollstelle stellt sie aus. „Ermächtigte Ausführer“ können die vorstehend genannte Ursprungserklärung, nach Bewilligung durch das zuständige Hauptzollamt, auf den Handelsdokumenten auch bei Sendungen über 6.000,– € verwenden.

e) EUR-MED

f) Postpakete: 10 Kg, 1 APK (Auslandspaketkarte) , 2 ZI (Zollinhaltserklärungen) franz./engl., 3 HR (Handelsrechnungen)

g) Konnossemente unbeglaubigt.
Transporterklärungen
Folgende Transporterklärungen sind mit dem § 4a AWV vereinbar (weitere Textvorschläge: IHK (Industrie- und Handelskammern) ): „The undersigned does hereby declare on behalf of the owner, agent or master of the above named vessel/airplane that said vessel/airplane is not registered in Israel of owned by nationals or residents of Israel and will not call at or pass through any Israeli port enroute to . . . (z. B. Libanon).’’ Wir weisen noch darauf hin, dass derartige Transporterklärungen ausschließlich aus versicherungs technischen Gründen abgegeben werden dürfen bzw. um zu verhindern, dass die Waren auf dem See- oder Luftweg beschlagnahmt werden.

h) Packlisten: Den Sendungen sind Packlisten in 3-facher Ausfertigung beizufügen, in denen jedes einzelne Packstück mit Marke, Nummer, Brutto- und Nettogewicht, Außenmaßen und Inhalt übersichtlich aufgeführt ist.

i) Werden Waren über Häfen in Drittländern nach dem Libanon befördert, muss aus der HR (Handelsrechnungen) der genaue Transportweg hervorgehen. Außerdem ist den Dokumenten eine Kopie des Frachtbriefes über den Transport vom Werk zum Hafen beizufügen. Frachtbrief und Konnossement müssen die genaue Anschrift des libanesischen Importeurs tragen. Erfolgt die Verschiffung oder Verladung nicht unmittelbar von der UE aus, wird eine „Way Bill“ benötigt (Spedition oder IHK (Industrie- und Handelskammern) befragen)