OMAN

Oman Transporte und Spedition Dienstleistungen

Oman

Hauptstadt
Maskat

Einwohnerzahl
3,19 Mio.

Landessprache/n
Arabisch

Währung
Omanischer Rial (OMR)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 84,0 Mia.

BIP pro Einwohner
USD 25’545

Schweizer Exporte
CHF 237,2 Mio.

Schweizer Importe
CHF 7,7 Mio.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Oman

Die Schweiz und das Sultanat Oman haben ihre Beziehungen intensiviert. Die beiden Länder haben insbesondere die Rahmenbedingungen für den Handelsaustausch verbessert und die kulturelle Zusammenarbeit verstärkt.

 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Auf wirtschaftlicher Ebene haben sich die Schweiz und Oman in den letzten Jahren auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Handelsaustausch konzentriert. Ein bilaterales Abkommen über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen wurde am 17.8.2004 unterzeichnet und trat am 18.1.2005 in Kraft. Ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Einkommen aus dem internationalen Luftverkehr wurde am 3.11.2007 unterzeichnet und trat am 1.6.2009 in Kraft; die Verhandlungen über den Abschluss eines Doppelbesteuerungsabkommens ohne Begrenzung auf einen bestimmten Bereich begannen im November 2010. Ausserdem haben die Schweiz und Oman gemeinsam mit den andern Mitgliedstaaten der Europäischen Freihandelsassoziation und des Golfkooperationsrats am 22.6.2009 ein Freihandelsabkommen unterzeichnet (das von Oman schon ratifiziert wurde).
Das Sultanat wird mehrmals in der Woche von Swiss International Airlines und Oman Air angeflogen und ist ein beliebtes Ferienziel für Schweizerinnen und Schweizer.

 

Vertragliche Regelungen

Zollunion: Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate (GCC).
Mitglied der Arabischen LIga.

 

Geschäftssprachen

Arabisch, Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System aus GCC-Basis.

 

Währung

Landeswährung Rial Oman (R. O.) = 1000 Baizas (Bz.).
ISO-Code: OMR

 

Importkontrolle

Einfuhren sind i. d. R. ohne Importlizenzen möglich.
Der Importeur beantragt beim Ministerium für Handel & Industrie eine „General Import Licence“. Tiere und tierische Erzeugnisse, Abfälle oder Materialien tierischen Ursprungs, bedürfen einer veterinäramtlichen Einfuhrgenehmigung.
Keine Beschränkungen im Devisenhandel.
Keine Umsatzsteuer.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Lieferung nur gegen unwiderrufliches, bestätigtes Akkreditiv. In Ausnahmefällen Kasse gegen Dokumente.
Fakturierung in €.

 

Ursprungsangaben

Keine besonderen Vorschriften. Bei Sendungen nach Oman keine Bezeichnung „Persian Gulf“ verwenden, höchstens „Arabian Gulf“. Nach Möglichkeit Golf- Bezeichnung vermeiden. Ggf. Empfänger befragen.

 

Markierung / Etikettierung

Etikettierungs- und Importvorschriften für Lebensmittel beachten.
Sämtliche Wareneinfuhren sollten neben englischen Bezeichnungen auch in arabischer Sprache beschriftet sein (z. B. Gewicht, Volumen, Erzeugerland etc.). Selbstklebende Etiketten (sog. Sticker) sind nicht zulässig.

 

Verpackung

Stabile Verpackung. Wegen Verwendung von Heu und Stroh Empfänger konsultieren.
ISPM Nr. 15 anwendbar.

 

Warenmuster und -proben

Mustersendungen = zollpflichtig, es sei denn, sie sind eindeutig als reine Muster gekennzeichnet, Geschenksendungen dagegen in der Regel nicht. Ursprungszeugnisse müssen die Ware begleiten, auch bei vorübergehender Einfuhr. In letzterem Fall ist eine Sicherheit zu hinterlegen. Der Versand zollpflichtiger Muster als „Warenproben“ ist nicht zulässig.

 

Versand- und Begleitpapiere

In der EU weiterhin Boykottverbot.
Das hat als Konsequenz, dass die IHK (Industrie- und Handelskammern) Handelspapiere nicht mehr beglaubigen dürfen, wenn diskriminierende Formulierungen gewählt wurden. Auch der Ausweg über Notare, Landesgerichte oder Bundesverwaltungsamt ist ausgeschlossen.
Es müssen danach positive Formulierungen gewählt werden.
Bezeichnung „Persian Gulf“ nach Möglichkeit vermeiden.
Falls notwendig, dann „Arabian Gulf“.

a) Handelsrechnungen 3fach, engl., mit allen handelsüblichen Angaben wie Ursprungsland, Bruttound Nettogewicht, genaue Warenbeschreibung, Verkaufswert usw., Name des Schiffes und dessen Abfahrtsdatum. Rechnung muss rechtsverbindlich unterschrieben sein. Erklärung zum Warenursprung: „We hereby declare that the mentioned merchandise is being exported for our own account and that the goods are of pure national origin of the exporting country.“ Falls die Ware nicht „of the exporting country“ ist, wird seitens der Konsularabteilung folgender Wortlaut akzeptiert: „. . . of pure national origin of the country the goods originated from.“ Die Rechnungen mit vorstehender Erklärung müssen von der zuständigen IHK (Industrie- und Handelskammern) beglaubigt sein (4fach einzureichen, 1 Kopie bleibt bei der Kammer). Falls die Ware teilweise oder ganz aus einem anderen Land als der EU stammt, dann müssen die prozentualen Anteile sowie Namen und Adresse des/der Hersteller angegeben werden . „Manufacturers of the goods are: . . .“ Beglaubigung durch zuständige IHK (Industrie- und Handelskammern) , und konsularisch. Wird vom Importeur eine besondere Hersteller-Erklärung verlangt, ist diese auf Firmenbogen abzugeben. Die Erklärung muss von der zuständigen Kammer oder die Unterschrift vom Notar beglaubigt sein (IHK (Industrie- und Handelskammern) fragen!). Ist konsularische Legalisierung vorgeschrieben, ist dem Konsulat die Erklärung 3fach einzureichen.

b) Keine Zoll- bzw. Konsulatsrechnung.

c) UZ (Ursprungszeugnisse) , 3fach, engl., mit Erklärung wie a), beglaubigt von IHK (Industrie- und Handelskammern) und Botschaft. Die Erklärung ist vom Ausführer rechtsverbindlich zu unterzeichnen. Die Kammern beglaubigen keine „Black List“- Erklärungen.

d) Konnossemente, unbeglaubigt.

 

Transporterklärungen

Folgende Transporterklärungen sind mit dem § 7 AWV vereinbar:
„The undersigned does hereby declare on behalf of the owner, agent or master of the above named vessel/ airplane that said vessel/airplane is not registered in Israel of owned by nationals or residents of Israel and will not call at or pass through any Israeli port enroute to . . . (z. B. Oman).’’
Wir weisen noch darauf hin, dass derartige Transporterklärungen ausschließlich aus versicherungs-technischen Gründen abgegeben werden dürfen bzw. Um zu verhindern, dass die Waren auf dem See- oder Luftweg beschlagnahmt werden.

e) Packliste, 2-fach, engl., mit ausführlichen Angaben, u. a. Maße, Gewichte, Inhalt.

f) Die Konsularabteilung benötigt für ihre Akten jeweils 2 Kopien; Gebühren mit Verrechnungsscheck entrichten. Dem Verrechnungsscheck ist eine Aufstellung über die Zusammensetzung des Gesamtbetrages beizufügen. Falls eine Quittung benötigt wird, ist eine vorbereitete Quittung beizufügen mit folgenden Daten: Firmenname, Sitz der Firma, Gesamtbetrag und Nummer des Verrechnungsschecks.

g) Postsendungen: 20 kg, 1 AKP, 1 ZI (Zollinhaltserklärungen) (engl/deutsch).

h) Die Dokumente sind ausschließlich per Post direkt an die Konsularabteilung der Botschaft zu senden unter Beifügung eines Freiumschlages für die Rücksendung.