VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Vereinigte Arabische Emirate Transporte und Spedition Dienstleistungen

United Arab Emirates

Hauptstadt
Abu Dhabi

Einwohnerzahl
9.3 Mio

Landessprache/n
Arabisch

Währung
VAE-Dirham

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 400 Mrd.

BIP pro Einwohner
USD 43’000

Schweizer Exporte
CHF 4’033 Mio.

Schweizer Importe
CHF 3’486 Mio.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die VAE gehören heute zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern der Schweiz im Mittleren Osten.  Insbesondere das Emirat Dubai – Handelsdrehscheibe zwischen dem asiatischen, afrikanischen und europäischen Kontinent – konnte dank seiner vorteilhaften geographischen Lage und den wirtschaftsfreundlichen Investitionsbedingungen viele schweizerische Unternehmen davon überzeugen, ihren Sitz für die regionalen Geschäftsaktivitäten in Dubai zu etablieren.

Die Schweizer Exporte in die VAE wuchsen stark, parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung der VAE. Die Schweiz weist gegenüber den VAE einen massiven Handelsbilanzüberschuss aus. Sie exportiert hauptsächlich Edelsteine und -metalle, Uhren, Bijouteriewaren, Maschinen und Pharmaprodukte.  Importiert werden hauptsächlich Edelsteine, Edelmetalle und Bijouteriewaren.

 

Vertragliche Regelungen

Doppelbesteuerungsabkommen

Investitionsschutzabkommen

Zollunion: Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate (GCC).

Die VAE besitzt aktuell 27 Freihandelszonen.

Teilnahme am Carnet-A.T.A. System.

Vertragspartei Carnet TIR (z. Zt. nicht anwendbar).

Mitglied der Arabischen Liga.

 

Geschäftssprachen

Arabisch, Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System auf GCC Basis.

 

Währung

U.A.E. Dirham (DH) = 100 Fils.

ISO-Code: AED

 

Importkontrolle

Einfuhrlizenzen erforderlich, meistens jedoch im Rahmen einer Handelslizenz abgedeckt. Ausländische Zweigniederlassungen dürfen keinen Handel betreiben, Ausnahme: durch Gewerbeerlaubnis gestattet.

Die Einfuhr alkoholischer Getränke ist nur Importeuren mit Sonderlizenz erlaubt. Für z.B. nicht registrierte Pharmazeutika, bestimmte Schädlingsbekämpfungsmittel, Tiere und Tierprodukte, Pflanzen, Saatgut und Lebensmittel muss eine spezielle Einfuhrgenehmigung beantragt werden. Ein Einfuhrverbot besteht z. B. für Waffen und Munition, Drogen, bestimmte Agrar-Chemikalien sowie für Waren aus Israel. Importgeschäfte nur durch offiziell zugelassene Importeure. Lebensmittel, Kosmetika und Medikamente sollten “halal-zertifiziert” (d.h. islamkonforme Herstellung und Verarbeitung sowie Erlaubnis des Produkts im islamischen Glauben) sein. (mehr Info: Regierungsstelle für Nicht-Halal-Fleisch VAE, baladiat@emirates.net.ae)

Keine Beschränkungen im Devisenverkehr.

Keine Umsatzsteuer.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Üblich ist Lieferung gegen Stellung eines unwiderruflichen Akkreditivs mit Bestätigungsauftrag an die eigene Bank. In Ausnahmefällen Kasse gegen Dokumente. Angebote in US $, £ Sterling, € oder Dirham, in englischer, ggf. arabischer Sprache.

 

Ursprungsangaben

Keine besonderen Vorschriften. Bei Warensendungen keine Bezeichnung „Persian Gulf“ verwenden, höchstens „Arabian Gulf“. Nach Möglichkeit Golf-Bezeichnung vermeiden. Diesbezüglich Instruktionen vom Empfänger erbitten. Hinweise auf vorsichtige Behandlung der Kisten zweckmäßig in Arabisch, evtl. Englisch.

 

Verpackung

Seemäßige Verpackung. Wegen Verwendung von Heu und Stroh vorher Empfänger befragen. Bei Nahrungsmitteln müssen auf der Verpackung Herstellungs-und Haltbarkeitsdatum angegeben sein.

Pharmazeutische Produkte müssen Hinweis auf gesundheitliche Unbedenklichkeit oder Warnung in arabischer Sprache aufgedruckt haben.

 

Warenmuster und -proben

Handelsmuster, die nicht als Handelsware zum Verkauf verwendet werden können, sind bis Dh 1000,– zollfrei. Waren, die auf Messen ausgestellt werden und nach spätestens 1 Monat das Land wieder verlassen, können, nach Sicherheitsleistung, zollfrei eingeführt werden. Jeder Art von Muster ist ein Ursprungszeugnis beizufügen. Der Versand zollpflichtiger Muster als „Warenproben“ ist nicht zulässig.

 

Versand- und Begleitpapiere

Abgabe von Boykotterklärungen verboten!

Das hat als Konsequenz, dass die IHK (Industrie- und Handelskammern) Handelspapiere nicht mehr beglaubigen dürfen, wenn diskriminierende Formulierungen gewählt wurden. Auch der Ausweg über Notare, Landesgerichte oder Bundesverwaltungsamt ist ausgeschlossen. Es müssen danach positive Formulierungen gewählt werden. Solche Formulierungen gelten nur für den Warenverkehr; für öffentliche Ausschreibungen wurde noch keine Regelung gefunden. Übliche, sowie

a) HR (Handelsrechnungen) 4-fach engl. mit allen handelsüblichen Angaben, Ursprungsland, genaue Warenbeschreibung, Zolltarif-Nr. nach HS (Harmonisiertes System) -System, Brutto- und Nettogewicht, Einzel- und Gesamtpreis jeder Warenart, Gesamtverkaufswert, Ursprungsland usw. Für die Konsularabteilung zu Legalisierung 2 HR (Handelsrechnungen) in Kopie zusätzlich einreichen. Am Schluss der Rechnung (lt. Handelsregister) zu unterschreibende Erklärung abzugeben:
„We hereby declare that the mentioned merchandise is being exported for our own account. The goods are of pure …………. origin.“ Stammt die Ware aus einem anderen bzw. mehreren Ländern, müssen diese in der Klausel entsprechend aufgeführt werden. Falls der Importeur außerdem ausdrücklich eine Herstellerangabe in der Rechnung vorschreibt, ist die Erklärung zu ergänzen durch:
„The goods are manufactured by . . . . . .“. Besteht die Rechnung aus mehreren Seiten, so sind diese – zur Deutlichmachung der Zusammengehörigkeit– vom Exporteur an einer Ecke umzuknicken und mit einem Abdruck des Firmenstempels zu verbinden

b) UZ (Ursprungszeugnisse) , 1-fach, mit gleicher Erklärung wie auf den HR (Handelsrechnungen) , je beglaubigt von IHK (Industrie- und Handelskammern) und legalisiert von Botschaft. Für Konsulat 1 UZ (Ursprungszeugnisse) in Kopie zusätzlich einreichen.

c) Postpakete bis 31,5 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 2 ZI (Zollinhaltserklärungen) engl./frz.

d) Luftpostpakete bis 20 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , „Mit Luftpost“-Zettel, sonst wie Pakete. Schiff: unbeglaubigte Konnossemente, Angabe Notify Adresse erforderlich.

e) detaillierte Packliste erforderlich

f) Herstellererklärungen, unter Bezugnahme auf die Rechnung zu erklären, von wem die Ware hergestellt worden ist. Bescheinigung von IHK (Industrie- und Handelskammern) (1 Kopie verbleibt bei der Kammer) oder Beglaubigung durch Notar erforderlich.
„We hereby declare that the mentioned merchandise is being exported for our own account. The goods are manufactured by . . .“ (Name und vollständige Adresse). Die konsularische Legalisierung wird nur vorgenommen, wenn die Erklärungen von der IHK (Industrie- und Handelskammern) bescheinigt oder von einem Notar beglaubigt sind. Im Falle der Bescheinigung durch die IHK (Industrie- und Handelskammern) ist vor Einreichung bei der Konsularabteilung keine weitere Überbeglaubigung erforderlich. Wird jedoch die Beglaubigung durch einen Notar vorgenommen, muss anschließend eine Überbeglaubigung durch den zuständigen Landgerichtspräsidenten erfolgen. Die Erklärung ist der Konsularabteilung 2-fach einzureichen (1 Kopie verbleibt bei der Konsularabteilung). Verträge:

Die konsularische Legalisierung von Verträgen wird nur vorgenommen, sofern vorher eine notarielle Beglaubigung und Überbeglaubigung durch den zuständigen Landgerichtspräsidenten erfolgt ist. Die Dokumente werden anschließend von der GHORFA an die Konsularabteilung der Botschaft weitergeleitet. Nach einer Mitteilung der Einfuhrbehörden der VAE muss die Original-Handelsrechnung und das Ursprungszeugnis bei Seeund Luftfrachtsendungen durch die Botschaft legalisiert werden. Für die Rücksendung ist ein frankierter und adressierter Rückumschlag beizufügen.

 

Empfehlung

Dokumente in englisch möglichst frühzeitig einreichen und adressierten Umschlag beifügen. Den konsularisch zu legalisierenden Handelsrechnungen (2 Kopien der HR (Handelsrechnungen) verbleiben bei der Konsularabteilung) und Ursprungszeugnissen ist bei Schiffsfrachtsendungen eine Kopie des Konnossements, bei Luftfrachten eine Kopie des Luftfrachtbriefes und jeweils eine Kopie der Versicherungspolice beizufügen, die bei der Konsularabteilung verbleiben. Wird die Versicherung nicht vom Ausführer gedeckt, muss der Ausführer auf Firmenbogen eine entsprechende Bestätigung abgeben unter Beifügung einer Unterlage des Importeurs, aus der hervorgeht, dass die Versicherung von ihm gedeckt wird.