POLEN

Polen Transporte und Spedition Dienstleistungen

Poland

Hauptstadt
Warschau

Einwohnerzahl
38,2 Mio

Landessprache/n
Polnisch

Währung
Zloty (PLN)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 546 Mrd

BIP pro Einwohner
USD 14’378

Schweizer Exporte
CHF 2,2 Mrd

Schweizer Importe
CHF 1,7 Mrd

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Polen

Die sehr guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Polen beruhen auf langjähriger Tradition und gegenseitiger Sympathie. Auf kultureller und wirtschaftlicher Ebene findet ein intensiver Austausch statt. Als Mitglied der Europäischen Union (EU) gehört Polen zu den Empfängern des Schweizer Beitrags zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU.

 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern entwickeln sich dynamisch. Polen ist die wichtigste Exportdestination der Schweiz in Zentraleuropa. Mit einem aggregierten Handelsvolumen von 3,9 Milliarden CHF (2014) liegt Polen als Handelspartner der Schweiz vor Russland, Indien oder Brasilien.
Die schweizerischen Direktinvestitionen in Polen betrugen per Ende 2013 6,9 Milliarden CHF, was Polen zum drittgrössten Empfänger von schweizerischem Kapital in Zentral- und Osteuropa macht.
Seit 2003 besteht bei der Schweizer Botschaft in Warschau ein «Swiss Business Hub». Polen gehört im Internationalen Währungsfonds (IWF) und bei der Weltbank zur gleichen Ländergruppe wie die Schweiz.

 

Vertragliche Regelungen

EU-Mitglied seit 1.5.2004.

 

Geschäftssprachen

Polnisch, Deutsch, Französisch, Englisch.
Mit dem Änderungsgesetz zum Gesetz über die polnische Sprache vom 2.4.2004 wurden insbesondere die Vorschriften hinsichtlich der Verwendung der polnischen Sprache in Angeboten, Gebrauchsanweisungen und Rechnungen entschärft. Hier sollte frühzeitig mit dem polnischen Importeur Rücksprache gehalten werden.

 

Maße und Gewichte.

Metrisches System.

 

Zolltarif (für Nicht-EU-Waren)

Harmonisiertes System, Verzollung nach dem Transaktionswert.

 

Währung

Landeswährung: Polnischer Zloty = 100 Groszy
ISO-Code: PLN

 

Importkontrolle

EU-Waren befinden sich im freien Verkehr. Für die Verzollung sind Rechnungen mit folgenden Angaben erforderlich: genaue Adresse des Verkäufers und des Käufers, Nummer und Datum der Bestellung des polnischen Käufers, Warenbezeichnung unter Hinzufügung der Zolltarifnummer, Spezifikation, Mengenangabe, Einzelpreis und Gesamtbetrag, Preisstellung (franko Grenze, fob, cfr (cost and freight) ., cif), und Lieferungstermin, Firma und Adresse des Vermittlers bzw. des Agenten des Verkäufers, falls ein solcher provisionsmäßig an der Transaktion interessiert ist, oder Vermerk, dass die Transaktion ohne Vermittler zustandegekommen ist, andere wesentliche Lieferungsbedingungen (Deckung der Transport- und Versicherungsspesen, Verpackung, Brutto- und Nettogewicht, Arbitrage, Exportlizenz-Nr. usw.), Angabe der Anzahl der Fakturen, NIP-Nummer (Steuernummer des poln. Käufers). Am Schluss der Rechnung ist vom Ausführer folgende rechtsverbindlich zu unterschreibende und mit Firmenstempel zu versehende Ursprungserklärung abzugeben: „Wir bestätigen, dass die in dieser Rechnung aufgeführten Waren ihren Ursprung in . . . . haben.“ Bei der “Einfuhr” von PKW aus anderen MG-Staaten der EU fallen in Polen Verbrauchsteuern entsprechend des Hubraums an.
Finanztransaktion auch in Auslandswährung möglich.
Umsatzsteuerregelsatz: 23% ermäßigter Satz: 8/5%), Erstattung gezahlter USt möglich, Novelle des UStG (2009) beachten: Reverse Charge-Verfahren nunmehr auch in Polen zulässig.

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Die Zahlungsbedingungen sind auszuhandeln, bei neuen Kunden Vorauszahlung oder Bankgarantie empfehlenswert.
€-/USD-Fakturierung. Bei der Angabe von Ortsnamen die polnische Schreibweise benutzen.

 

Ursprungsangaben

Übliche Markierung genügt. Irreführungsverbot hinsichtlich der Ursprungsbezeichnung.

 

Verpackung

Für viele Waren bestehen Kennzeichnungs- und Markierungspflichten in polnischer Sprache sowie Verbraucherschutzzertifizierungspflichten. Daneben: Rücknahmeverpflichtungen nach dem Verursacherprinzip. Heu und Stroh vermeiden, sonst Desinfektionszeugnis.
Sonderregeln für Lebensmittel beachten.
EU-Richtlinie sieht vor, dass Verpackungsmaterial aus Holz aus entrindetem Rundholz hergestellt sein muss. Diese Regelung der EU geht über die im ISPM 15-Standard geforderte Behandlung hinaus.

 

Warenmuster und -proben

sind zollpflichtig.