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F.A.Q.


WELCHER IST DIE HAFTUNG DES AUFTRAGGEBERS?

Der Auftraggeber haftet für seine eigenen Fehler und Versäumnisse sowie die seiner Unterbeauftragten, ins-besondere für alle Folgen aus:

- Einer Verpackung, die den Anforderungen des vereinbarten Transportes nicht entspricht

- Unrichtigen, ungenauen oder fehlenden Angaben im Auftrag, auf der Verpackung oder am Transportgut selbst, insbesondere für Güter, die aufgrund ihrer Eigenschaften gar nicht oder nur unter besonderen Bedingungen angenommen werden, oder deren Behandlung besonderen Vorschriften unterliegt

- Dem Fehlen oder verspäteten Beibringen der notwendigen Dokumente.

WIE MUSS ICH EIN AUFTRAG MITTEILEN?

Der Auftrag ist dem Spediteur schriftlich oder mit elektronischen Mitteln zu erteilen. Wird er mündlich oder telefonisch erteilt, so trägt der Auftraggeber bis zum Eintreffen einer schriftlichen Bestätigung beim Spediteur die Gefahren einer unrichtigen oder unvollständigen Übermittlung.

Der Auftrag hat alle für eine ordentliche Ausführung notwendigen Angaben, wie Hinweise auf reglementierte Güter (z.B. Gefahrgut) sowie solche, die einer besonderen Behandlung bedürfen, zu enthalten.

Nicht als Teil des Auftrages gilt der Text in Dokumenten, die dem Auftrag beiliegen, es sei denn, der Auftraggeber bezeichne diese ausdrücklich als Bestandteil des Auftrages.

WAS BEDEUTET ZOLLFREILAGER?


Waren, deren endgültige Bestimmung ungewiss ist, hochbelastete Güter oder Waren, die Kontingenten unterstellt sind, können vorübergehend (teils befristet, teils unbefristet) unverzollt und unversteuert gelagert werden. Dies kann u.a. in einem Zollfreilager erfolgen.
Das Zollfreilager wird durch private Lagerhausgesellschaften betrieben, hat öffentlichen Charakter und steht allen Interessenten offen. Gewisse Manipulationen sind mit Bewilligung des Zolls z.T. gestattet; für Transitwaren (Re-Export in die EU) gelten einschränkende Bestimmungen.

WER TRÄGT DAS TRANSPORTRISIKO? INCOTERMS?

 

Als Incoterms (International Commercial Terms) werden die internationalen Handels- und Lieferklauseln bezeichnet. Diese Handelsbedingungen legen insbesondere fest, welcher der Vertragspartner die Fracht-, Zoll- und Versicherungskosten zu tragen hat, wer das Transportrisiko trägt und zu welchem Zeitpunkt Nutzen und Gefahr auf den Käufer übergehen. Die Incoterms haben keine Gesetzeskraft. Sie werden nur rechtskräftig, wenn sie zwischen Käufer und Verkäufer gültig vereinbart werden. Die Incoterms wurden von der Internationalen Handelskammer entwickelt und 1936 erstmals aufgestellt. Der Stand der Incoterms wird durch Angabe der Jahreszahl gekennzeichnet. Letztmals angepasst wurden die Lieferbedingungen mit der 7. Revision im Jahr 2010

 

EXW

Der Begriff Ex Works, auch unter der Abkürzung EXW bekannt, wird in der Regel als ab Werk übersetzt. Die Anmerkung EXW, die durch die spezifische Angabe eines Ortes zu ergänzen ist, verpflichtet den Verkäufer lediglich dazu, die Güter zum vereinbarten Datum in seinen Räumlichkeiten (Fabrik, Lager usw.) bereitzustellen, wobei er nur die erforderlichen Dokumente für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland liefert.Der Käufer ist seinerseits für die Zollformalitäten für die Ausfuhr zuständig, er organisiert den Transport und übernimmt alle Kosten dafür und haftet auch für alle Risiken bis zum Bestimmungsort.

 

FCA

Der Begriff Free Carrier wird normalerweise als frei Frachtführer übersetzt, abgeleitet von dem Wort "free" (frei), unter dem der nicht bezahlte Transport zu verstehen ist. Die Anmerkung FCA, die durch die spezifische Angabe eines Ortes zu ergänzen ist, verpflichtet den Verkäufer dazu, die Güter zum vereinbarten Datum bereitzustellen und für die Lieferung der erforderlichen Dokumente für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland, die Auslieferung an das Lager des Frachtführers (oder einer anderen vom Käufer gewählten Person) sowie die Zahlung der Kosten für die Zollabfertigung für die Ausfuhr zu sorgen. Der Käufer organisiert seinerseits den Transport und bezahlt alle Kosten dafür, wobei er auch für alle Risiken bis zum Bestimmungsort haftet.

 

FOB

Der Begriff Free On Board wurde hauptsächlich für den See-/Schifftransport entwickelt (frei an Bord), er legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zum Verladehafen übernimmt, einschließlich eventueller Kosten für das Einladen in das Schiff sowie der Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Dokumenten für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und derer für die Zollabfertigung bei der Ausfuhr.Ab dem Zeitpunkt, an dem die Ware als zur Abfahrt bereit gilt, gehen alle weiteren Kosten zu Lasten des Käufers, einschließlich der Versicherungskosten. Die Haftung für die Ware geht in dem Moment vom Verkäufer auf den Käufer über, in dem die Ware selbst physisch die Reling des Schiffes überschritten hat.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe des Verschiffungshafens als vollständig (z. Bsp. FOB Genua). Von diesem Terminus wurden, auch wenn sie inzwischen nicht mehr korrekt sind, auch die Begriffe FOR - Free on Rail und FOT - Free on Truck abgeleitet, die jeweils für den Transport per Eisenbahn oder per LKW benutzt wurden.Falls der Transport per Eisenbahn, auf der Straße oder im Luftverkehr erfolgt, lautet die entsprechende Bezeichnung Free Carrier (FCA).

 

CFR

Der Begriff Cost and Freight, auch unter der Abkürzung CFR (C&F) bekannt, wird hauptsächlich für den Schifftransport verwendet; er legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zum Bestimmungsort trägt, einschließlich eventueller Kosten für das Ausladen aus dem Schiff, sowie die Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Unterlagen für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und für die Zollabfertigung, ebenfalls bezüglich der Ausfuhr.Der Käufer trägt dagegen die Versicherungskosten, während der Verkäufer verpflichtet ist, alle notwendigen Daten für den Abschluss der Versicherung gegen die Risiken rechtzeitig mitzuteilen.Ab dem Zeitpunkt, an dem die Ware im Ankunftshafen ausgeladen wurde, übernimmt der Käufer alle weiteren Kosten, einschließlich der Zollabfertigungskosten im Bestimmungsland.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe des Bestimmungshafens als vollständig (z. Bsp. C.F.R. Barcelona). Sie wird oft auch fälschlicherweise für den Transport auf der Straße oder per Eisenbahn verwendet, wobei in diesen Fällen andere Incoterms vorzuziehen sind (CPT).

 

CIF

Der Begriff Cost, Insurance and Freight wird für Schifftransporte verwendet und legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zum Bestimmungsort trägt, einschließlich der eventuellen Kosten für das Ausladen aus dem Schiff sowie die Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Dokumenten für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und derer für die Zollabfertigung bei der Ausfuhr. Die Versicherungskosten gehen ebenfalls zu Lasten des Verkäufers.Ab dem Zeitpunkt, an dem die Ware im Bestimmungshafen ausgeladen wurde, hat der Käufer alle weiteren Kosten zu tragen, einschließlich der Zollabfertigungskosten im Bestimmungsland.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe des Bestimmungshafens als vollständig (z. Bsp. C.I.F. Triest ).

 

CPT

Der Begriff Carriage Paid To ist für alle Transportarten anwendbar und legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zu einem angegebenen Bestimmungsort zu zahlen hat, sowie die Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Dokumenten für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und derer für die Zollabfertigung bei der Ausfuhr. Auch die Kosten, die beim Durchqueren anderer Staaten bis zum Bestimmungsort entstehen, hat der Versender zu übernehmen.Ab dem Zeitpunkt, an dem die Ware am vereinbarten Bestimmungsort angekommen ist, übernimmt der Käufer alle weiteren Kosten, einschließlich der Zollabfertigungskosten im Bestimmungsland.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe eines spezifischen Bestimmungsortes als vollständig (z. Bsp. C.P.T. Mailand).

 

CIP

Die Klausel Carriage and Insurance Paid to ist für alle Transportarten anwendbar und legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zu einem angegebenen Bestimmungsort zu zahlen hat, sowie die Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Dokumenten für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und derer für die Zollabfertigung bei der Ausfuhr. Auch die Kosten, die beim Durchqueren anderer Staaten bis zum Bestimmungsort entstehen, hat der Versender zu übernehmen. Im Unterschied zur CPT-Klausel trägt der Verkäufer jedoch auch die Versicherungskosten.Ab dem Zeitpunkt, an dem die Ware am vereinbarten Bestimmungsort angekommen ist, übernimmt der Käufer alle weiteren Kosten, einschließlich der Zollabfertigungskosten im Bestimmungsland.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe eines spezifischen Bestimmungsortes als vollständig (z. Bsp. C.I.P. Turin).

 

DAF

Die Klausel Delivered At Frontier wird vor allem für den Transport auf der Straße und per Eisenbahn verwendet und legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zur Grenze eines benannten Staates trägt sowie die Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Dokumenten für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und derer für die Zollabfertigung bei der Ausfuhr. Auch die Kosten, die beim Durchqueren anderer Staaten bis zum Bestimmungsort entstehen, hat der Versender zu übernehmen.Ab der vereinbarten Grenze übernimmt der Käufer sämtliche Kosten, einschließlich Zollabfertigungskosten im Bestimmungsland.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe einer spezifischen Grenze als vollständig (z.Bsp. D.A.F. Grenze Italien-Schweiz).Falls der Transport nicht mit einem physischen Überschreiten einer Landgrenze erfolgt, kann der Flughafen als Staatsgrenze betrachtet werden; im Falle von Schifftransporten ist die Verwendung der DES- und DEQ-Klauseln vorzuziehen (sehr selten).

 

DDU

Der Begriff Delivered Duty Unpaid, auch unter der Abkürzung D.D.U. bekannt, wird hauptsächlich für den Transport auf der Straße und per Eisenbahn verwendet und legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zu einem angegebenen Bestimmungsort zu zahlen hat, sowie die Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Dokumenten für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und derer für die Zollabfertigung bei der Ausfuhr. Auch die Kosten, die beim Durchqueren anderer Staaten bis zum Bestimmungsort entstehen, gehen zu Lasten den Versenders.Der Empfänger ist dagegen für die Erledigung der Zollformalitäten im Bestimmungsland und die Zahlung aller Kosten, die im Bestimmungsland auf die Ware anfallen, zuständig.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe eines spezifischen Bestimmungsortes als vollständig (z. Bsp. D.D.U. Lugano).

 

DDP

Der Begriff Delivered Duty Paid, bekannt unter der Abkürzung D.D.P., legt fest, dass der Verkäufer alle Transportkosten bis zu einem vereinbarten Bestimmungsort zu zahlen hat, sowie die Kosten für das Einholen von Genehmigungen und Dokumenten für die Ausfuhr aus dem Herkunftsland und derer für die Zollabfertigung bei der Ausfuhr. Auch die Kosten, die beim Durchqueren anderer Staaten bis zum Bestimmungsort entstehen, hat der Versender zu übernehmen, und er ist auch für die Zollformalitäten im Bestimmungsland zuständig, einschließlich der Bezahlung aller im Bestimmungsland auf die Ware anfallenden Abgaben. In der Regel wird die Klausel vereinbart, dass die Mehrwertsteuer (MwSt.) vom Käufer zu tragen ist, während die Zollabgaben und eventuelle weitere Steuern vom Verkäufer zu zahlen sind.Die Formulierung dieser Lieferbedingung gilt mit der Angabe eines spezifischen Bestimmungsortes als vollständig (z. Bsp. D.D.P. Lugano).