JORDANIEN

Jordanien Transporte und Spedition Dienstleistungen

Jordanien

Hauptstadt
Amman

Einwohnerzahl
10 Mio

Landessprache/n
Arabisch

Währung
Jordanischer Dinar (JOD)

Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 38,21 Mia

BIP pro Einwohner
USD 5599

Schweizer Exporte
CHF 1108,22 Mio

Schweizer Importe
CHF 620,12 Mio

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Das Potenzial der Handelsbeziehungen wird nicht ausgeschöpft, weil geopolitische Ereignisse in der Region intensivere wirtschaftliche Beziehungen verhindern. Schweizer Unternehmen aus der Pharmaindustrie, dem Tourismus und dem Gastgewerbe sind in Jordanien präsent. Viele Unternehmen mit Geschäftskontakten zur Schweiz sind im «Swiss-Jordanian Business Club», der 2006 auf Initiative der Schweizer Botschaft gegründet wurde.

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Jordanien konzentriert sich auf die Finanzierung von Infrastruktur in den Bereichen Umwelt und Gesundheit sowie auf makroökonomische Massnahmen bei Entschuldungsmassnahmen. Projekte von Swiss Import Promotion Programme (SIPPO) sowie ein Cleaner Production Center, dessen Aufbau das Staatsekretariat für Wirtschaft (SECO) massgeblich unterstützte, sind weitere Elemente der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

 

Vertragliche Regelungen

Assoziierungsabkommen mit der EU.

Abkommen über die Förderung und den Schutz von Kapitalinvestitionen.

Freihandelsabkommen mit der EFTA.

Mitglied der PanEURO-MED-Zone

Mitglied der Arabischen Liga

Vertragspartei des TIR-Übereinkommens.

 

Geschäftssprachen

Arabisch, Englisch.

 

Maße und Gewichte

Metrisches System, z. T. britische und arabische Maße.

 

Zolltarif

Harmonisiertes System.

 

Währung

Landeswährung Jordan Dinar (JD.) = 1000 Piaster.

ISO-Code: JOD

 

Importkontrolle

Die Einfuhr bestimmter Waren unterliegt Einfuhrbeschränkungen, Einfuhrmonopolen und Importverboten.

Für den beschränkten Warenkreis (u.a. tierische- und pflanzliche Produkte, Arzneimittel, Elektrowaren, Telekommunikationsgeräte) sind Genehmigungen bzw. Registrierungen durch verschiedene Behörden erforderlich. Konformitätszertifikate sind für langlebige Konsumgüter nötig und werden durch akkreditierte Inspektionsfirmen und die Jordan Standards and Metrology Organization erstellt. Darunter fallen beispielsweise Fahrräder, Spielzeug, KFZ, Elektrogeräte, Sende- und Empfangsgeräte, etc.

Vom Einfuhrverbot betroffen sind u.a. dagegen Plastikabfälle, Diesel-KFZ, bestimmte chemische Substanzen, bestimme Tierarten und Produkte daraus. Importeur befragen. Israel-Boykott-Bestimmungen bestehen nicht mehr.

Umsatzsteuerregelsatz: 16%

 

Zahlungsbedingungen und Angebote

Unwiderrufliches, von einer deutschen oder renommierten ausländischen Bank bestätigtes Akkreditiv empfohlen. Der Begünstigte benötigt eine Zusatzbescheinigung, wonach die Erlöse dem Konto des Lieferanten und keiner ausländischen Quelle gutgebucht werden. Zahlung gegen Dokumente (D/P) gestattet. Anwendung nur gegenüber solventen Importeuren ratsam. €-Fakturierung oder US $.

Angebote fob, cif oder c+f Aqaba (in Englisch).

 

Ursprungsangaben

erforderlich für industriell hergestellte Produkte; Angabe in der HR (Handelsrechnungen) .

 

Markierung / Etikettierung

Neben der handelsüblichen Markierung ist zusätzlich das Ursprungsland auf den Packstücken anzugeben. Packstücke, die nicht über Aqaba verladen werden, tragen den Vermerk „In transit to Jordan“.

Die einzelnen Packstücke sollten nach Möglichkeit ein Gewicht von 75 kg nicht überschreiten.

Besondere Etikettierungsvorschriften bestehen u.a. für Nahrungsmittel, Arzneimittel, Chemikalien, Elektrowaren.

Die Kennzeichnung muss aufgedruckt sein, daher sind Aufkleber nicht zulässig.

 

Verpackung

Je nach Ware besonders dauerhaft und stabil, z. B. starkwandige Holzkisten, Weißblechbehälter, vernähte Umhüllungen u. ä. bei Postsendungen. Heu oder Stroh vermeiden. Bruttogewicht auf Kisten angeben.

Anwendung IPPC-Standard ISPM Nr. 15.

 

Warenmuster und -proben

Muster ohne Handelswert (bis JD 5,–) werden zollfrei zugelassen. Muster und Proben von Medikamenten werden ebenfalls zollfrei zugelassen, wenn sie durch besondere Vermerke gekennzeichnet und zur unentgeltlichen Abgabe bestimmt sind. Werbegeschenke

sind nicht abgabenfrei.

 

Versand- und Begleitpapiere

Übliche, sowie

 

a) Handelsrechnungen 2-fach, englische Sprache, mit allen handelsüblichen Angaben, mit folgender Erklärung: „We hereby certify this invoice to be true and correct and in accordance with our books, also that the goods originate in the ………….. These proceeds are for our own account and are not accredited to the account of any destination or foreign organisation.“ Ort, Datum, rechtsverbindliche Unterschrift. HR (Handelsrechnungen) müssen zunächst von der zuständigen IHK (Industrie- und Handelskammern) bescheinigt werden (2-fach), anschließend der Konsularabteilung zur Legalisierung einzureichen. HR (Handelsrechnungen) dürfen keine weiteren Erklärungen oder Zusicherungen außer der zuvor genannten Abschlusserklärung beinhalten. HR (Handelsrechnungen) werden nur in Verbindung mit dem dazugehörigen UZ (Ursprungszeugnisse) legalisiert.

b) UZ (Ursprungszeugnisse) – 1-fach; Name der die Ware herstellenden Firma muss enthalten sein. Auf der Rückseite des UZ (Ursprungszeugnisse) ist folgende zu unterschreibende Erklärung abzugeben: „We hereby declare that the mentioned merchandise is being exported for our own account. The goods are of pure . . . (Ursprungsabgabe) origin.“

c) Herstellererklärung, falls eigens vom Importeur gefordert, von wem die Ware gefertigt ist, ist auf Firmenbogen unter Bezugnahme auf HR (Handelsrechnungen) bzw. UZ (Ursprungszeugnisse) abzugeben. Folgende Zusatzerklärung ist aufzunehmen: „The goods are manufactured by…“ Wird eine konsularische Legalisierung gefordert, ist das UZ (Ursprungszeugnisse) einfach (ohne Kopie) bei der Botschaft einzureichen.

d) Postpakete bis 20 kg: 1 APK (Auslandspaketkarte) , 1 Zl arab./engl.

e) Unbeglaubigte Konnossemente, Order-Konnossemente mit Notify-Adresse möglich. Die Nationalität des Schiffes ist anzugeben. Transporterklärungen, falls vom Importeur verlangt. Folgende Transporterklärungen sind mit dem § 4 a AWV vereinbar: The undersigned does hereby declare on behalf of the owner, agent or master of the above named vessel/airplane that said vessel/airplane is not registered in Israel or owned by nationals or residents of Israel and will not call at or pass through any Israeli port enroute to . . . (z. B. Jordanien).’’ Wir weisen noch darauf hin, dass derartige Transporterklärungen ausschließlich aus versicherungstechnischen Gründen abgegeben werden dürfen bzw. um zu verhindern, dass die Waren auf dem See- oder Luftweg beschlagnahmt werden.

f) Die Vorschriften zum Transport mit Nutzung bestimmter Häfen wurden gelockert, seit das Transportabkommen mit Israel geschlossen wurde. Die israelischen Mittelmeerhäfen wickeln seitdem einen großen Teil des jordanischen Außenhandels ab.

g) Als Präferenzursprungsnachweis WVB (Warenverkehrsbescheinigung) EUR.1 für Sendungen, soweit die Produkte unter das Freihandelsabkommen mit der EU fallen. EUR.1 für Sendungen bis Warenwert von 6.000,– €. Dabei ist folgende Erklärung abzugeben: „Der Ausführer der Ware, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anders angegeben, pr.ferenzbegünstigte …-Ursprungswaren sind.“ Für Sendungen im Werte über 6.000,– € ist grundsätzlich die Warenverkehrsbescheinigung EUR. 1 erforderlich. Der Exporteur füllt die Formulare aus, die Zollstelle stellt sie aus. „Ermächtigte Ausführer“ können die vorstehend genannte Ursprungserklärung, nach Bewilligung durch das zuständige Hauptzollamt, auf den Handelsdokumenten auch bei Sendungen über 6.000,– € verwenden.

h) EUR–MED

i) Einreichung und Rückgabe der Dokumente: Sofern die Einreichung der konsularisch zu legalisierenden Dokumente bei der Konsularabteilung der Botschaft erfolgt, zur Vorbeglaubigung per Post einzureichen. Die Dokumente werden anschließend an die Konsularabteilung der Botschaft weitergeleitet. Für die Rücksendung ist ein frankierter und adressierter Rückumschlag beizufügen.